Verkehrswacht warnt vor Alkohol am Steuer

Der Karneval in Nordrhein-Westfalen kommt immer mehr auf Touren. Auch wenn der Ennepe-Ruhr-Kreis keine karnevalistische Hochburg wie Düsseldorf oder Köln ist, gibt es doch auch hier zahlreiche Veranstaltungen oder auch Umzüge, die bevorstehen.

Damit das fröhliche Treiben kein böses Ende nimmt, sollten sich Party- und Umzugsbesucher rechtzeitig darauf vorbereiten. Schließlich gehören neben Kostümen, Musik und guter Laune für die meisten Karnevalisten auch alkoholische Getränke dazu. „Wer ausgelassen feiern möchte, sollte sich schon im Vorfeld überlegen, wie man nach Hause kommt“, rät Susanne Landsberger, Pressereferentin der Kreis-Verkehrswacht Ennepe-Ruhr. „Neben der Möglichkeit, ein Taxi vorzubestellen oder sich eine Verbindung mit Bus und Bahn herauszusuchen, kann natürlich auch vor der Fahrt festgelegt werden, wer den Abend über nüchtern bleibt, um alle sicher nach Hause zu bringen.“ Für die Hinfahrt das Auto zu nutzen und erst vor Ort zu entscheiden, wer zurückfahren soll, ist laut Landsberger keine gute Idee: „Es ist besser, wenn sich jeder frühzeitig darauf einstellen kann, wie man den Abend verbringt. Wer fährt, sollte konsequenterweise überhaupt keinen Alkohol trinken.“

Auch warnt die Kreis-Verkehrswacht davor, über den Abend verteilt doch das ein oder andere alkoholische Getränk zu sich zu nehmen. „Gerade beim Feiern verliert man schnell den Überblick darüber, wie viel man getrunken hat und setzt sich womöglich hinters Steuer, obwohl man gar nicht mehr fahrtüchtig ist“, erklärt Susanne Landsberger.

Dass man als Fahrer besser die Finger vom Alkohol lässt, belegen auch die NRW-Verkehrsunfallzahlen aus dem letzten Jahr. Bei 145 Unfällen war in der Karnevalszeit 2014 Alkohol die Ursache, so das Innenministerium. 23 Personen wurden bei Alkoholunfällen verletzt. Die Polizei führte in NRW 62 367 Kontrollen durch; 17 256 Mal wurden Fahrzeugführer auf Alkohol getestet und 230 Führerscheine einbehalten.