Verbraucherzentrale eröffnet in Ennepetal

Am morgigen Donnerstag eröffnet die Verbraucherzentrale NRW im Bürgerbüro der Stadt Ennepetal ihre erste Anlaufstelle im Ennepe-Ruhr-Kreis.

Reklamationen beim Möbelkauf, Probleme mit dem Handyvertrag, unverständliche Rechnungen oder Fragen zu Online-Geschäften – zu diesen und vielen anderen Problemen erhalten Bürger dort ab sofort dienstags von 9 bis 13 Uhr und donnerstags von 14 bis 18 Uhr Informationen und fachkundigen rechtlichen Rat.

„Das ist die Ouvertüre zu unserer Präsenz im Kreis“, sagte der Leiter des Bereichs Verbraucherberatung bei der Verbraucherzentrale NRW, Matthias Arkenstette, gestern bei der offiziellen Eröffnung des Büros an der Voerder Straße 78. Bislang hatten Ratsuchende aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis nach Hagen, Wuppertal oder Bochum fahren müssen. Die Einrichtung in Ennepetal wird als Nebenstelle der Beratungsstelle in Witten geführt, deren Eröffnung für April geplant ist.

Matthias Arkenstette dankte Ennepetals Bürgermeister Wilhelm Wiggenhagen für die Bereitstellung der Räumlichkeiten im Bürgerbüro in der Fußgängerzone. Auch Landrat Dr. Arnim Brux begrüßt die Ansiedlung. „Das ist ein sehr positives Zeichen für die Bürger im Ennepe-Ruhr-Kreis“, sagte er.

Land fördert die Beratungsstellen

Der Kreis habe diesbezüglich bisher zu den weißen Flecken in NRW gehört. Nachdem er 2013 die neun kreisangehörigen Städte informiert habe, dass der Kreis Geld in die Hand nehmen werde, um die Verbraucherzentrale anzusiedeln, sei das in Zeiten einer angespannten Finanzsituation auch auf Skepsis gestoßen, so Brux. Nach vielen Gesprächen und Verhandlungen sowie einem Wettbewerbsverfahren zwischen den Städten hätten Witten und Ennepetal den Zuschlag erhalten.

Dass die Eröffnung der Hauptstelle der Verbraucherzentrale später erfolge als die der Nebenstelle, liege daran, dass eine kleinere Stelle einfacher einzurichten sei, erklärte der Landrat. In Witten müsse ein ganzer Komplex im Bahnhof umgebaut werden. Das Land NRW als Partner der Verbraucherzentrale trägt die Hälfte der Kosten der Beratungsstellen, erklärte Matthias Arkenstette. Auch der derzeitige Ausbau der Stellen werde vom Land gefördert.

Leiterin der Beratungsstelle im Ennepe-Ruhr-Kreis und damit auch der Nebenstelle in Ennepetal ist Alexandra Kopetzki.