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Van Dinther nun in der eigenen Partei unter Beschuss

05.02.2010 | 15:21 Uhr
Van Dinther nun in der eigenen Partei unter Beschuss

Düsseldorf. Wegen der „RAG-Affäre” und dem nicht ausgeräumten Vorwurf, sie habe jahrelang keine Mitgliedsbeiträge an ihre Partei gezahlt, wird NRW-Landtagspräsidentin Regina van Dinther (CDU) jetzt offen von Parteifreunden angegriffen.

 „Unsere Arbeit wird mit Füßen getreten”, klagt der Innenexperte der CDU-Landtagsfraktion, Theo Kruse. In einem Interview mit der „WP” verurteilt er die Annahme des Ruhrkohle-Honorars von 30 000 Euro als „maßlos”. Kruse: „Es gibt eine gehörige Empörung über das Fehlverhalten.” Zugleich fordert er die EN-Landtagsabgeordnete auf, alle Belege über gezahlte Mitgliedsbeiträge offen zu legen. „Das einfache Mitglied hat kein Verständnis, falls da nicht korrekt abgeführt wird.”

Innerhalb der CDU-Landtagsfraktion hieß es am Freitag (5.2.), Kruse habe „damit ausgesprochen, was viele denken”. Die Verärgerung ist groß, weil es van Dinther bisher nicht gelungen ist, sich selbst zu entlasten. Auffällig ist zudem, dass sie weder von Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) noch von der CDU-Landeszentrale erkennbare Rückendeckung erhält.

Der Schatzmeister des CDU-Kreisverbands Wesel, Heinrich Peters, fordert bereits öffentlich den Rücktritt van Dinthers, falls sie die Zahlung der Mitgliedsbeiträge nicht nachweisen kann. Auf eine WAZ-Anfrage, ob sie dem Wunsch nach Offenlegung folgen werde, reagierte van Dinther nicht.

Redaktion Witten

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