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Uni Witten organisiert Familientreffen für Unternehmer

28.01.2010 | 14:44 Uhr
Uni Witten organisiert Familientreffen für Unternehmer

Witten. Sie sind in große Fußstapfen getreten, doch die Herausforderung haben sie gerne angenommen: Die Organisation des zwölften Kongresses für Familienunternehmen ist für Magdalena Assmann, Jörg Rodewig, Lydia Marx, Jan Hagelstein, Benjamin Witte und Philipp Romeike ein Höhepunkt ihres Studiums.

Dafür zögern einige von ihnen sogar ihre Abschlussarbeiten hinaus.

Die Sechs liegen in den letzten Zügen – glücklicherweise nicht, was ihr Kondition angeht: Fit und voller Energie sitzen sie dort nebeneinander auf dem roten Sofa im Uni-Foyer, das auch schon mal bessere Zeiten hatte. Aber die Tage bis zur Ankunft der Unternehmer und Referenten aus ganz Europa sind gezählt: Am 5. und 6. Februar ist an der Uni Witten/Herdecke wieder ein großes Familientreffen.

Und das ist ganz wörtlich gemeint, denn die Öffentlichkeit muss an diesem Wochenende draußen bleiben. „Klassische Kongresse werden oft von Banken organisiert, da stehen manchmal auch andere Interessen im Mittelpunkt”, erklärt Magdalena Assmann (23), Studentin der Philosophie und Kulturreflexion. „Doch dieser Kongress ist von Familienunternehmen für Familienunternehmen. Da können die Unternehmer ihre Themen diskutieren.”

Illustre Gästeschar

Intime Atmosphäre heißt auch, dass die Gästeliste unter Verschluss bleibt. Aber Workshopleiter wie Peter Kowalsky, geschäftsführender Gesellschafter der Bionade GmbH und der Bionade International GmbH, und Dr. August Oetker, Gesellschafter und Vorsitzender der Geschäftsführung der August-Oetker KG, zeugen von einer illustren Gästeschar.

Seit einem Jahr bereiten die sechs Studenten diesen Kongress vor. Unterstützt werden sie wie auch ihre Vorgänger von zwei Mitarbeitern der Uni. In diesem Jahr haben sie sich für den Schwerpunkt „Zukunftsmusik” entschieden. „Fragen sind zum Beispiel, wie Unternehmer mit der Zukunft umgehen, wenn sie viel Verantwortung für ihre Mitarbeiter und für ihren Standort tragen, aber das, was tatsächlich auf sie zukommt, nicht voraussagen können”, erklärt Magdalena Assmann.

Unterstützt werden die sechs Organisatoren von rund 120 anderen Studenten der UWH, die alle Gäste vom Flughafen oder Bahnhof abholen, sie zum Hotel und zur Uni bringen, die fürs Catering sorgen und den Unternehmern als Referenten zur Seite stehen. Wieder dabei in diesem Jahr ist die „Nachfolgeschule” innerhalb des Kongresses. Dabei können sich junge Leute, die sich noch nicht sicher sind, ob sie das Unternehmen der Familie übernehmen wollen, kennenlernen und diskutieren. „Wenn sie wollen, können sie dann auch in Studenten-WGs unterkommen”, sagt Jörg Rodewig (30). Dafür wurde eigens eine Bettenbörse eingerichtet.

Claudia Vüllers

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