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Stadtplanung

Uni-Standort soll attraktiver werden

10.01.2013 | 18:05 Uhr
Uni-Standort soll attraktiver werden
Foto: Stadt Witten

Witten. Die Universität Witten/Herdecke will sich vergrößern. Bis 2025 erwartet Präsident Prof. Martin Butzlaff einen enormen Anstieg der Studierendenzahlen, auf den die Privatuni reagieren will. Wie die Veränderungen rund um das Gebiet der Universität künftig aussehen könnten, soll in den kommenden Monaten in einem Masterplan festgehalten werden. Zum Auftakt luden Universität, Stadt und Planungsbüro jetzt Mitarbeiter, Studenten und interessierte Anwohner ein, die ihre Wünsche und Anregungen einbringen durften.

Es geht nicht nur um neue Hochschule-Gebäude und eine Verbesserung der Parkplatzsituation: Ziel der jetzt begonnenen Planungsphase ist auch die Erarbeitung eines städtebaulichen Entwicklungskonzeptes, welches das größere Umfeld der Universität attraktiver gestalten und die Hochschule als Lern- und Wirtschaftsstandort stärker in der Stadt verankern soll.

Passende Eingangssituation fehlt

Der öffentliche Raum biete „noch nicht das richtige Entrée für einen solch wichtigen Ort“, sagt Hartmut Welters vom Planungsbüro Post • Welters aus Dortmund. Direkt angrenzende Gewerbeflächen, eine recht abgelegene Lage „auf der grünen Wiese“ und das brachliegende Feld des ehemaligen Sportplatzes, für das die Stadt keinen Käufer findet: Das Umfeld der Wittener Hochschule lasse nach ersten Einschätzungen noch viele Verbesserungsmöglichkeiten zu.

Navigationsgeräte führten Besucher zudem meist direkt durch das Gewerbegebiet statt durch den attraktiveren Kreisverkehr auf der Pferdebachstraße. „Man denkt, die Hochschule ist irgendwo hinter dem letzten Gewerbebetrieb ganz am Ende der Stadt“, sagt Welters. Die direkte Nähe zur Autobahnabfahrt „Witten Stockum“ aber habe durchaus Potenzial. Wenn es um die Anbindungen gehe, sei die Uni künftig auch für Fußgänger und Radfahrer gut zu erreichen. Denn die Komplettsanierung der Pferdebachstraße, die 2014/15 realisiert werden soll, sieht auch neue Fahrradstreifen vor.

Die Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr allerdings sei derzeit weniger gut aufgestellt. Zwar verbindet die Buslinie 371 seit Eröffnung des ZOB Bahnhof, Innenstadt und Hochschule. Aber in den späteren Abendstunden gibt es keine Nachtbuslinie. Wünschenswert für Studenten, Mitarbeiter und Gäste wäre auch eine möglichst nahe S-Bahn-Haltestelle, so Hartmut Welters.

Wünsche der Besucher

An Stellwänden im Uni-Foyer durften die Besucher der Auftaktveranstaltung ihre eigenen Wünsche einbringen. Zu den Themen Erreichbarkeit, Gestaltung des Freiraums und der Grünflächen, Vernetzung von Stadt und Uni sowie Nutzung der umliegenden Brachflächen schrieben sie auf Stichwortkarten ihre Anregungen und kamen mit Vertretern von Uni, Stadt und Planungsbüro ins Gespräch.

Insbesondere in punkto Erreichbarkeit brachten die Besucher viele Vorschläge ein. Gewünscht wurden vor allem ein Ausbau der Buslinie 371 in den Abend- und Nachtstunden sowie neue Direktverbindungen zur S-Bahn-Haltestelle in Annen oder zur Bochumer Ruhr-Universität.

Die städtischen Brachflächen, darunter der ehemalige Sportplatz an der Ecke Pferdebachstraße/Alfred-Herrhausen-Straße, könnte für hochschulrelevante Einrichtungen genutzt werden. Gewünscht wurden etwa Tagungsräume, ein Seminarhotel, eine Mehrzweckhalle für Sport- und Theaterveranstaltungen, oder eine öffentliche Kindertagesstätte, von der auch die Anwohner und Angestellten des Gewerbegebiets profitieren könnten.

Um den Standort der Hochschule bekannter zu machen, wünschte sich ein Teilnehmer zudem eine Umbenennung der Stockumer A-44-Anschlussstelle in „Witten Universität“.

Anna Ernst

Kommentare
14.01.2013
20:37
#3 wenn Ihre Wünsche Wirklichkeit geworden sind,
von p.s.a | #4

hat sich das jahrzehntelange Durchhalten der Politik gegen viele rationale und irrationale Widerstände für Witten gelohnt. 5.000 Studenten sind ja...
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2013-01-10 18:05
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