Unfall kostet Taxifahrer den Job
16.02.2010 | 16:48 Uhr 2010-02-16T16:48:00+0100
Witten. Ein 51-jähriger Wittener fühlte sich vom Amtsgericht Witten zu Unrecht zu 20 Tagessätzen à zehn Euro wegen fahrlässiger Körperverletzung verurteilt. Im November 2007 soll er mit seinem Dienst-Pkw einen Unfall auf der Westfalenstraße verursacht haben.
Der Verteidiger des Angeklagten beantragte in der Berufungsverhandlung am Dienstag (16.2) vor dem Landgericht Bochum eine Einstellung des Verfahrens. Platzwunden und eine Gehirnerschütterung trug die Fahrerin des gerammten Pkw davon. Der Angeklagte meinte aber, dass er nicht die alleinige Schuld an dem Unfall trage. Auch er habe sich bei dem Aufprall verletzt. Richter Gerhard Riechert sprang ihm sogar zur Seite: „In diesem Fall haben tatsächlich beide Beteiligten gepennt.” Zu dem verurteilten Wittener sagte er aber: „Sie haben allerdings das Pech, jetzt hier zu sitzen.”
Da der Angeklagte den Unfall mit seinem Dienst-Taxi verursacht hatte, verlor er dadurch seinen Arbeitsplatz. Deswegen seien 200 Euro Strafe eine Menge Geld für einen Arbeitslosen, meinte der Verteidiger. Außerdem habe der 51-jährige Wittener bisher noch keine Eintragungen im Verkehrsregister vorzuweisen. „Ich fahre seit 30 Jahren unfallfrei”, sagte der ehemalige Taxifahrer.
Der Staatsanwalt machte aber deutlich, dass er nicht beabsichtige, das Urteil abzuschwächen. Er drohte mit fünf Punkten im Strafregister in Flensburg und steigenden Verfahrenskosten. Der Verteidiger des Angeklagten sah daraufhin keine andere Möglichkeit, als die Berufung zurückzunehmen. „Ich fühle mich verarscht”, sagte der jetzt rechtskräftig verurteilte Wittener nach der Anhörung.
00:27
Es geht nichts über die qualitativ hochwertige Justiz im Land . Klasse so - weiter so. Vermutlich war der Taxifahrer hinter unserem Staat gestanden und hätte ohne mit der Wimper zu zwinkern, Revolutionäre verraten.
Dank diesem Urteil weiss auch er, in was für einem Rechtsstaat wir leben und auch er wird die zukünftige Revolution anders bewerten.
In dem Sinne, ein 3-faches Hoch auf unseren Staat.
00:36
Spitze!!!
21:30
... und das ist nur die Geldstrafe.
Mit diesem Urteil wird das Opfer wohl bei jedem Zivilprozess den Täter auf Schadenersatz, Schmerzensgeld und Verdienstausfall erfolgreich verklagen können.
Der Mann hatte richtig Glück bei der Auswahl seines Richters.
Oder sollte Madame einen einflußreichen Gatten Ihr Eigen nennen?