Über Sieg oder Niederlage entscheidet die Schnelligkeit
08.02.2012 | 12:02 Uhr 2012-02-08T12:02:00+0100
Witten. Noch hat es an diesem Mittwochmorgen nicht zur großen Pause geläutet, als sich die ersten Schüler des Albert-Martmöller Gymnasiums im Schulfoyer einfinden. Doch sie wollen die letzten Minuten nutzen, bis es für sie pünktlich um 9.15 Uhr beim Schulduell vom WDR-Sender Einslive um alles geht.
Um alles, das heißt für die Abiturienten ein Konzert mit Casper an der eigenen Schule.
Nach Integralrechnung und Shakespeare interessieren sich die Schüler der Abiturklassen heute daher nur für zwei Fragen: Erreichen sie die fünf benötigten Punkte? Und, wie schnell sind sie? Denn neben einem guten Allgemeinwissen geht es bei dem Duell auch um Beweglichkeit: Jeder der 30 Mitstreiter bekommt einen Buchstaben umgehängt, den er oder sie darstellt. Wissen die Schüler die Antwort auf die Fragen, müssen sie sich an einer markierten Linie zu dem Lösungswort aufstellen. Dabei wird die Zeit gemessen, die die sie brauchen, um das Wort zu bilden. Einen Punkt gibt es für jede richtig beantwortete Frage.
Der bisherige Favorit, das Josef-Albers-Gymnasiums aus Bottrop, hat es in 13,34 Sekunden geschafft. „Im Moment reicht es aber, unter 20 Sekunden zu bleiben, um weiter zu kommen“, sagt Pelle John. Pelle ist Schüler in der 13. Klasse und hat alles organisiert. Er ist es auch, der mit einem Megafon bewaffnet die Schüler mit ihren Buchstaben versucht zu koordinieren. „Unbeliebte Jobs sind das Ä oder das Ü“ stellt eine Schülerin fest. Aber auch die muss es geben.
Im Mittelpunkt des Geschehns steht eine große Stoppuhr, mit der das Team von Einslive die Zeit misst. In bester Schiedsrichtermaniert, ertönt nach jeder Frage der Anpfiff. Und dann das: Bei der Generalprobe fällt das „R“ plötzlich hin - zum Glück zählt diese Frage noch nicht. Doch dann wird es ernst: „Wie ist der Vorname des aktuell besten Basketballspielers?“ tönt es aus den Lautsprecherboxen. 3:78 Sekunden brauchen die Abiturienten um sich aufzustellen: D-I-R-K.
Am Ende wurden zwar alle fünf Fragen richtig beantwortet, doch leider etwas zu langsam. 22:46 Sekunden brauchten die Schüler des AMG. Doch sie sehen es gelassen. „Immerhin waren wir besser als die letzten Jahrgänge“ freut sich Pelle. Aber ärgerlich sei es schon, wenn man „nur so ein paar Sekunden zu langsam war“. Die jüngeren Schüler sind unterdessen längst vom Ehrgeiz gepackt, es einmal besser zu machen als ihre älteren Kumpanen. In Witten haben jetzt noch das Schiller -, das Ruhr-Gymnasium und die Hardenstein-Gesamtschule eine Chance auf den Sieg.
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