Träumen ist erlaubt
03.12.2007 | 17:30 Uhr 2007-12-03T17:30:00+0100
Die Jagd auf den Lotto-Jackpot geht weiter. 43 Millionen Euro gib's am Mittwoch zu gewinnen. So viel wie noch nie. Soziale Einrichtungen in Witten könnten das Geld gut gebrauchen. Wir haben mal nachgefragt, welche Wünsche sie damit erfüllen würden.
„Ich würde einiges in Kuverts stecken und verteilen”, so Christine Schreiber, Vorsitzende der Wittener Tafel. Die Mahlzeiten, die die Wittener Tafel verteilt, werden alle gespendet. Einzig den Kaffee muss die Tafel selbst einkaufen. Für 43 Millionen Euro wäre der Vorrat bis auf Weiteres aufgefüllt. Ein größeres Gebäude und neue Kühlgeräte stehen allerdings noch eher auf dem Wunschzettel der Tafel. Schreiber: „Außerdem würde ich eine Extrakasse einrichten, für jemanden, der mal ganz arg dran ist.” Auch Inga Janz vom Haus der Jugend in Witten würde sofort ein neues Gebäude mit allem Drum und Dran errichten. „Wenn wir gewinnen würden, würden hier genauso viele Leute arbeiten wie Kinder zu Besuch kommen”, so Janz. Arbeitsplätze schaffen würde auch Küster Siegfried Matalla von der Martin-Luther Kirchengemeinde – für den Verein Wegteam, der sich um Bedürftige kümmert. Am liebsten würde er einen Bauernhof kaufen und in die Nahrungsmittelherstellung investieren. Matalla: „So würden die Bedürftigen einer sinnvollen Beschäftigung nachgehen, die ihnen Spaß macht.” Im Martin-Luther-Zentrum gibt es täglich eine freie Mahlzeit für Bedürftige. Diese Mahlzeit kostet den Verein im Schnitt zwei Euro. 21,5 Millionen Essen könnten also mit dem Lottogewinn ausgegeben werden. Hungrig müsste in Witten für eine lange Zeit also keiner mehr sein. Für Matalla wären aber auch Wohngelegenheiten für Bedürftige wichtig. Monika Buchmann von der Kinderarche denkt bei dem Lottogewinn als erstes an die kleinen Racker: „Ich würde die Schlafecke für die Kinder kuscheliger gestalten und die Turnhalle renovieren.” Der Kindergarten führt gerade das Projekt gesunde Lebensweise durch. Dafür würde sie außerdem ein Kneipp-Becken und eine Sauna für die Kinder bauen lassen. „Das ist so viel Geld, da sind das alles nur kleine Wünsche”, so Monika Buchmann. Nach diesen Anschaffungen würden ihr wohl immer noch viele Millionen zur Verfügung stehen. Das Thema Kinder und Jugendliche ist auch für den paritätischen Wohlfahrtsverband in Witten wichtig. Geschäftsführerin Mechthild Weickenmeier hat eine ganze Liste von Projekten, die sie mit dem Lottogewinn finanzieren würde: Kinderarmut, Migration und Bildung seien Themen, in die sie gerne Geld stecken würde. „Außerdem würde ich viel Geld in eine Stiftung investieren, damit man noch viele Jahre etwas von dem Geld hat.” Ob Kaffee, einen Bauernhof, oder eine Schlafecke – wünschen darf man sich alles. Auch wenn vielleicht nicht immer alles in Erfüllung geht. Geld allein macht schließlich auch nicht glücklich.
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