Tierfreunde herabgesetzt

Fütterungsverbot für Tauben

Herr Overkamp (Mitarbeiter des Ordnungsamtes, Anm.d.Red.), in Ihrer Erklärung greifen Sie nun aber ganz tief in die Phrasenkiste. Wer als Mensch Verantwortung für Tiere in der Stadt übernimmt, leidet jetzt also an „falsch verstandener Tierliebe“? Es ist schon ein starkes Stück, diese Menschen mit einer Standardphrase herabzusetzen, die immer kommt, wenn Menschen, die sich der Verantwortung gegenüber Tieren stellen, unbequem werden oder es Geld kostet.

Nachdem die Stadt auf etwas aufmerksam wurde, das für Taubenfutter gehalten wird, haben sich jetzt ganz plötzlich nicht nur die Tauben, nein, auch noch die Ratten sichtbar vermehrt? Wie kommt die Stadt zu dieser Annahme? Sind es wirklich mehr Tiere oder haben sich nur mehr Geschäftsleute beschwert? Geschäftsleute, die eine Problemlösung wollen, die sie, wie immer, nichts kosten darf?

Mit solchen Erklärungen machen Sie die Bemühungen um eine nachhaltige Lösung des Taubenproblems zunichte. Bemühungen, die auch zu einem sauberen Stadtbild führen, da artgerecht und ausreichend ernährte Tauben keinen nassen Kot mehr ausscheiden und nicht den ganzen Tag auf Futtersuche in der Stadt herumlaufen müssen. Sabina Aghte