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Taxifahrer bangen um ihre Existenz

10.09.2008 | 10:32 Uhr

Am neuen Busbahnhof soll es wieder sieben Stellplätze für Taxen geben. Zu wenig, sagt Hermann Bühren von der Taxi-Zentrale Witten. Pendler begrüßen den direkten Anschluss. Bommeraner fühlen sich allerdings „abgehängt”

Pendler freuen sich auf eine Abkürzung nach Hause – doch lange nicht alle. Taxifahrer sehen in ihm eine Existenzbedrohung, Anwohner wiederum fürchten, dass Schatten spendende Platanen weichen müssen – am neuen Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) scheiden sich die Geister. Mit dem Redaktionsmobil war die Lokalredaktion dieser Zeitung am Dienstagnachmittagvor Ort.

„Wenn die Bäume gefällt werden, werde ich mich um eine andere Wohnung bemühen”, sagt Anwohner Wilhelm Gattner (72). „Und das werden andere auch.” Die Stadt versuche, die Platanen zu erhalten, beruhigt Verkehrsplaner Andreas Müller von der Stadt. Ob es gelinge, sei aber noch unklar. Denn der neue Busbahnhof (im Gegensatz zum heutigen überdacht, wie Bogestra-Sprecherin Sandra Bruns hervorhebt) soll sich auf etwa 100 Meter erstrecken, damit dort vier Gelenkbusse und sechs Standardbusse andocken können. Und: Andreas Müller bestätigt gestern erstmals offiziell, dass die Stadt am Busbahnhof eine öffentliche Toilette einrichten will.

„Und wo sollen die Pendler dann parken?”, spricht Ingrid Reimers (52) ein weiteres ungelöstes Problem an. Mit der Verlagerung des Busbahnhofs zum Bahnhof ist sie ganz zufrieden. Witten brauche einen ÖPNV-Verkehrsknoten. Nur Parkplätze müsse es dort geben. „Wir können den Platz am Hauptbahnhof nicht vergrößern”, kann ihr Andreas Müller nur wenig Hoffnung machen. Es werde aber einige Kurzzeit-Parkplätze neben der Getränkehandlung geben.

Stellplätze sind auch der Knackpunkt für die Taxifahrer: „Wo bleibt denn Platz für uns?”, fragt Hermann Bühren (53), 2. Vorsitzender der Taxizentrale Witten. Sollten die Zuggäste direkt zum Busbahnhof geleitet werden, übersehe man doch die Taxen vor dem Hbf. „Die Fahrer leben aber davon.” Sieben Standplätze für Taxen werde es geben, verspricht Andreas Müller. So viele wie bisher, aber auf der anderen Seite des Bahnhofs. Zu wenige, sagt Bühren. In Stoßzeiten stünden deutlich mehr Fahrzeuge vor dem Hbf.

Massive Kritik äußern Bahnfahrer, die in Bommern wohnen: Sie fühlen sich „abgehängt”. Vier weitere Buslinien sollen künftig am Hauptbahnhof halten – nur nicht die 378 und 379 aus Bommern.

Claudia Vüllers

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Kommentare
10.09.2008
12:16
Taxifahrer bangen um ihre Existenz
von gandogar | #1

Wie immer!
Die Bommeraner haben an ALLEM was zu nörgeln! Übersehen jedoch auch, dass sie, wie in diesem konkreten Fall schon heute Vorteile genießen. Mit den Linien 591 und SB38 gibt es bereits zwei Buslinien zum Hbf.
Man kanns eben nie jemandem recht machen.

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