„Tag des Wassersports“ lockt Wittener auf den See

Beim „Tag des Wassersports“ durften sich Besucher selbst beim Paddeln und Rudern versuchen.
Beim „Tag des Wassersports“ durften sich Besucher selbst beim Paddeln und Rudern versuchen.
Foto: WAZ
Was wir bereits wissen
Beim „Tag des Wassersports“ konnten Besucher unter Anleitung von Sportlehrern und Übungsleitern am Hafen Heveney selbst aktiv werden. Ein Balanceakt.

Witten..  Ob im Sitzen oder im Stehen, beim Rudern oder Paddeln: Eine breite Angebotspalette lockte Sportler und Ausflügler, um den Kemnader See vom Wasser aus zu erkunden. Beim „Tag des Wassersports“ konnten Besucher unter Anleitung von Sportlehrern und Übungsleitern am Hafen Heveney selbst aktiv werden.

Bei guten Wetter und bester Feiertagsstimmung ist der Andrang an Himmelfahrt groß. Vereine und Sportschulen haben ihre Stände aufgebaut. Überall duftet es nach Grillwürstchen und Kaffee. Auf einer kleinen Bühne am Hafen unterhält der Shanty-Chor Witten mit bekannten Seemannsliedern.

Während die Kleinsten die Hüpfburg erkunden, wagt eine Jugendgruppe mit Badekleidung und Schwimmweste einen ganz besonderen Balanceakt auf dem Wasser. Beim „Stand Up Paddling“ stehen die Jugendlichen aufrecht auf speziellen Surfbrettern. „Es ist nicht so schwer, wie es aussieht“, ermutigt Lina Kremer. Die 17-Jährige hat vor zwei Jahren mit dem Sport angefangen. Mittlerweile jobbt sie nebenbei bereits als Kursleiterin bei der Surfschule Westufer. „Innerhalb von einer halben Stunde haben die meisten raus, wie man auf dem Brett steht“, weiß sie aus Erfahrung. Die Jungen, die sie aufs Wasser begleitet, brauchen sogar nur fünf Minuten.

Auf dem Brett zu stehen ist aber längst nicht alles: Verschiedene Disziplinen wie Wellenreiten, möglichst schnelles Paddeln oder Fitness-Übungen mit Yoga-Figuren erhöhen die Schwierigkeit. Liegestütze oder eine Kerze auf dem Brett? „Das ist schon sehr anspruchsvoll“, sagt die junge Kursleiterin. „Da fällt man schon öfter mal ins Wasser.“ Schwimmen zu können ist Pflicht. Die DLRG überwacht deshalb nicht nur die Sportler, sondern wirbt an Land auch gleich für eigene Schwimmkurse.

Catherina Horn (19) ist seit ihrem vierten Lebensjahr in der Ortsgruppe Witten-Herbede aktiv und ausgebildete Rettungsschwimmerin. Im Hafen zeigt sie Vorschülern das Einsatzboot „Friedrich Lohmann II“. „Wir haben heute zum Zeigen ein Boot an Land, aber auch immer eins im Wasser.“ Denn dort tummeln sich um die Mittagszeit dutzende Wassersportanfänger in Segeljollen und Kanus. Mit kräftigen Trommelschlägen lernt der PSV Ruhr bei der Schnuppertour neue Drachenbootfahrer an. Das ist gar nicht so einfach, wie es bei den erfahrenen Vereinsmitgliedern aussieht. Bis die Ausflügler im gleichen Takt paddeln, dauert es einige Runden.

Das Besondere an den Drachenbootfahrern des PSV: „Wir haben auch eigene Gruppen für Brustkrebspatientinnen und Gehörlose“, sagt Frank Plewka. „Am 6. Juni veranstalten wir sogar eine eigene Regatta.“

Bis dahin müssen die Schnupper-Sportler aber noch trainieren.