Südwestfälische Philharmonie begeistert im Saalbau

Esther Yoo spielte im Wittener Saalbau.
Esther Yoo spielte im Wittener Saalbau.
Foto: Marco Borggreve
Was wir bereits wissen
50 Mitglieder umfassende Orchester spielte vor gut besuchtem Haus Mozart und Mendelssohn-Bartholdy.

Witten..  Dem wohl größten Genie der Musikgeschichte – Wolfgang Amadeus Mozart – war der überwiegende Teil des Konzertabends mit der Südwestfälischen Philharmonie im Saalbau gewidmet.

Begonnen hatte das ca. 50 Mitglieder umfassende Orchester vor gut besuchtem Haus mit einem kaum weniger bekannten jungen Komponisten aus der Zeit der Klassik: Felix Mendelssohn-Bartholdy. Seine anfangs gespielte Ouvertüre „Die Hebriden“ zeigte gleich, über welche Ausdrucksmöglichkeiten und Klangfarben dieses Orchester verfügte.

Zu dieser tonmalerischen Komposition wurde der 20-jährige Komponist 1829 bei einem Besuch der rauen Atlantikinseln inspiriert. Das Auf- und Abschwellen der Brandung, heftige Winde, aber auch Meeresstille im Nebel, sowie das Frage- und Antwortspiel der Schiffssirenen wurde von den Musikern, insbesondere der Bläsergilde eindrucksvoll wiedergegeben.

Zwei Klarinetten begrüßten die kühle Schönheit eines kalten und tiefblauen Meeres, bevor ein Orkan mit elementarer Wucht hereinbrach und das Werk in einem gewaltigen Inferno enden ließ. Die Zuhörer lauschten atemlos dieser ausdrucksstarken Komposition.

Esther Yoo brachte ihr „Prachtstück“ mit

Der Auftritt der jungen amerikanischen Geigerin Esther Yoo führte in die heiter besinnliche Welt Mozarts. Sie brachte auch ihr „Prachtstück“ mit: eine Violine von Stradivari aus dem Jahre 1704, der goldenen Zeit des Meisters.

Die Wiedergabe des Violinkonzerts A-Dur (KV 219) faszinierte in vieler Hinsicht. Da war einmal das wunderbar einfühlsame und hochmusikalische Spiel der Geigerin verbunden mit technischer Perfektion, ihr sicherer Instinkt für die Epoche der damaligen Zeit und ihre große Musizierfreude. Dazu der herrliche Klang ihrer Violine, hell und silbrig, der Ton etwas sandig, die Tiefen volltönend und die Höhen schwebend. Unter der Leitung des Dirigenten Charles Olivieri-Munroe begleitete das Orchester aufmerksam und punktgenau.

Mozarts abschließende Sinfonie Nr.39 Es-Dur rundete einen anspruchsvollen Konzertabend ab, der lange in Erinnerung bleiben wird.