Student aus Witten verspottet auf Facebook Ruhr-Universität Bochum

Fabian Adamczewski aus Witten hat die Facebookseite "Verspottet die Ruhr-Universität" ins virtuelle Leben gerufen.
Fabian Adamczewski aus Witten hat die Facebookseite "Verspottet die Ruhr-Universität" ins virtuelle Leben gerufen.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Der Wittener Fabian Adamczeweski hat eine unter Studenten beliebte Facebook-Seite über die RUB erstellt. Auf „Verspottet Ruhr-Universität“ können Studenten und Mitarbeiter Fotos und Begebenheiten teilen.

Witten/Bochum.. Jeden Tag bewegen sich über 40 000 Menschen über den Campus der Bochumer Ruhr-Uni, darunter auch viele Wittener. Einer von ihnen versüßt seit einiger Zeit täglich den Studenten den tristen Uni-Alltag. Fabian Adamczewski gründete im Januar 2013 die Facebook-Seite „Verspottet Ruhr-Universität“, auf der er skurrile, lustige und kuriose Dinge vom Campus postet, also mit der Öffentlichkeit teilt. „Mittlerweile erreichen die Beiträge an die 100.000 Nutzer. Ich hätte nie gedacht, dass die Seite solche Wellen schlägt“, sagt der 24-Jährige.

„Wir Studenten sind ohnehin ein lustiges Völkchen“, sagt Jura-Student Lukas Dabrock (19). Klar, dass so eine Seite da Potenzial hat. Zu sehen ist da etwa ein einsamer Eimer inmitten einer großen Pfütze, der versucht das Regenwasser im Hörsaal aufzufangen. Ein Notausgangsschild zeigt auf eine graue Betonwand. Ein Twingo blockiert drei Parkplätze gleichzeitig. „Für die besten (oder schlechtesten?) Einparker vergebe ich wöchentlich eine Trophäe, den Goldenen Umberto des Einparkens“, sagt Lehramtsstudent Adamczewski.

Rückmeldungen durchweg positiv

Der Wittener hatte lange geheim gehalten, wer hinter der Seite steckt. „Es war immer amüsant, wenn Kommilitonen morgens im 320er oder im Hörsaal über die Seite redeten“, so der ehemalige Schiller-Schüler. SAT 1 und die BILD-Zeitung lüfteten mit Beiträgen dann aber das Geheimnis. „Die Rückmeldungen waren durchweg positiv“, so Fabian – auch Freunde, die nicht zur Ruhr-Uni gehen, gratulierten ihm zur Seite.

Wichtig ist dem zukünftigen Englisch- und SoWi-Lehrer aber, dass er mit dem „Verspotten“ niemanden bloßstellen möchte – auch nicht die Ruhr-Uni selbst. „Wenn etwas zu niveauloses dabei ist, lösche ich das sofort. Beleidigungen gehen gar nicht!“ Fast 13.000 Facebook-Nutzer folgen mittlerweile der „Verspottet“-Seite .

Ungefilterten Blick auf das Uni-Leben

Ist ein Wittener nun also Erzfeind der Uni-Verwaltung? Ganz und gar nicht: „Wir kriegen dank der Seite einen ungefilterten Blick der Studis auf das Uni-Leben“, sagt Sabrina Kauschke (32) von der RUB-Pressestelle. Teilweise könnten dank Hinweisen auf der Seite auch bauliche Mängel sofort behoben werden.

Fabian Adamczewski ist übrigens auch selbst überrascht, was er in den 15 Nachrichten, die er durchschnittlich pro Tag erhält, alles zu sehen bekommt. Seine persönlichen Lieblingsbeiträge: Der Ordner eines Ökonomiestudenten mit der Aufschrift „Mate“ (ohne „h“) und das Bild einer Studentin, die in der Vorlesung eine kalte Dose Ravioli löffelt.

Eine neue Idee hat der Hobby-Handballer vom ETSV auch schon: „In der Wittener City gibt es bestimmt auch einiges zu verspotten!“