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Verkehrsplanung

Straßen NRW entschärft Verkehrsbrennpunkt

03.03.2015 | 19:00 Uhr
Straßen NRW entschärft Verkehrsbrennpunkt
Verkehrssituation an der Kreuzung Wittener Straße / Kämpenstraße und der Stichstraße zum American Diner in Herbede. Aber 2016 wird die Situation hier entschärft.Foto: Jürgen Theobald

Witten.   Die Wittener Straße in Richtung Steinenhaus wird ab 2016 zur Großbaustelle. Dann erhält die Kreuzung zur Kämpenstraße endlich eine Ampelanlage.

Die beiden neuen Kreisverkehre auf der Wittener Straße haben die Fahrt durch Herbede erheblich verbessert. Trotzdem entscheidet sich Straßen NRW einige hundert Meter weiter für eine weitere Ampelanlage: Die Einmündung Kämpenstraße, ein Brennpunkt gerade im Berufsverkehr, soll so 2016 entschärft werden.

Erst letzte Woche ereignete sich ein Unfall an dieser Kreuzung. Das überrascht Grieseldis Czarnecki nicht. Wenn die Firmen in den beiden angrenzenden Gewerbegebieten Betriebsschluss haben, herrschen chaotische Zustände. Es sei kaum möglich, auf die viel befahrene Wittener Straße zu gelangen. „Augen zu, Gas geben und hoffen, dass irgendwer bremst“, beschreibt die Sekretärin eines Acrylglasverarbeiters die Situation beim Versuch, geradeaus in die Kämpenstraße zu gelangen. Rolf Brenscheidt, dessen Schreinerei sich im Gewerbegebiet Westerweide befindet, vermeidet es, nach links in Richtung Steinenhaus abzubiegen. „Ganz übel. Teils steht man zehn Minuten, bevor man rumkommt.“

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Hier krachte es 2014 in Witten am häufigsten

Sechs Unfälle gab es 2014 an der Stadtwerke-Kreuzung. Fünf waren es 2013 und 2012.

A44- Auffahr t in Annen, Richtung Dortmund: fünf Unfälle 2014, drei 2013, zwei 2012. Richtung Bochum: drei Unfälle 2014. Seit Mitte 2014 gibt es dank der neuen Ampel keine Unfälle mehr.

A44-Auffahrt in Stockum, Richtung Bochum: fünf Unfälle 2014 (davon drei verursacht durch Fehler beim Linksabbiegen), einer 2013.

Jeweils vier Unfälle zählten die viel befahrenen Kreuzungen: Ruhrstraße/Ruhrdeich, Marienkreuzung, Ardey-/Pferdebachstraße.

Die Stadt sah noch im Sommer 2014 keinen umgehenden Handlungsbedarf, trotz der „unkomfortablen“ Situation. Was die Unfallgefahr angeht, mag das sogar zutreffen. Auch Polizeisprecher Volker Schütte kann nur ein bis zwei schwere Unfälle pro Jahr nennen.

Dennoch tut sich jetzt was, damit es besser wird. Die L 924 wird zurzeit neu geplant und schon 2016 zur Großbaustelle. Dauer und Kosten für das Projekt sind noch unklar. Neben neuer Entwässerung, Fahrbahnaufbau und Asphaltdecke wird ein Radweg angelegt, der auf der südlichen Straßenseite verläuft (gegenüber dem Schrotthandel Bötzel).

Garantierte „grüne Welle“

An der Kreuzung Kämpenstraße soll nach Angaben von Michael Overmeyer, Sprecher von Straßen NRW, „eine moderne, flexible, verkehrsabhängige Ampel“ installiert werden. Diese soll zeitgleich mit der Ampelanlage des Zubringers zur A 43 geschalten werden und „grüne Welle“ garantieren.

Ortskundige wissen: Fast jeden Nachmittag staut es sich in Richtung Hattingen über mehrere hundert Meter. Wäre da ein Kreisel nicht sinnvoller? Laut Overmeyer sprächen mehrere Faktoren dagegen: Das Land müsste für den Bau Fläche aus Privatbesitz ankaufen. Und: Der Abstand zwischen Kreisel und Autobahn-Ampel wäre zu gering. So würden Autos, die vor dem Zubringer zur A 43 auf Grün warten, bis in den Kreisel stehen. Overmeyer: „An manchen Stellen eignen sich aus technischen Überlegungen Ampeln einfach besser.“

Susanne Schild

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Straßen NRW entschärft Verkehrsbrennpunkt
Straßen NRW entschärft Verkehrsbrennpunkt
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2015-03-03 19:00
Witten