Straße gab nach – Wittener Müllwagen steckte in Loch fest

Bergung des städtischen Müllwagens, der in der Stichstraße „In der Mark“ mit dem linken Vorderrad  in einem schätzungsweise  zwei Meter tiefen Loch festsaß.
Bergung des städtischen Müllwagens, der in der Stichstraße „In der Mark“ mit dem linken Vorderrad in einem schätzungsweise zwei Meter tiefen Loch festsaß.
Foto: Thomas Bodang
Unter einem Müllwagen hat sich in der Straße „In der Mark“ plötzlich ein rund ein Quadratmeter großes Loch aufgetan. Warum, das ist noch unklar.

Witten.. Großer Schreck am Dienstagmorgen: In der Stichstraße „In der Mark“ in Annen brach nach einem Wendemanöver plötzlich die Straße unter einem Müllwagen ein. Das rund 26 Tonnen schwere Fahrzeug blieb mit dem linken Vorderrad in dem etwa ein Quadratmeter großen Loch stecken. Die Ursache des Fahrbahneinbruchs ist noch unklar.

Das Bochumer Bergungsunternehmen Klotzbach befreite den Wagen durch den Einsatz eines Krans. Zunächst war nicht ausgeschlossen worden, dass es sich bei dem etwa zwei Meter tiefen Loch in Höhe der Häuser 52/54 um einen Bergschaden handeln könnte. „Dem ist aber nicht so. Es ist eine Unterspülung. Die kann etwa durch ein Leck im dortigen Kanal entstanden sein“, so Gerald Klawe von der städtischen Stabsstelle Umwelt, die auch für Bergschäden in Witten zuständig ist.

Fußweg wurde für den Autoverkehr freigegeben

Noch am Dienstag haben die Stadtwerke ihre Frischwasserleitung in der Straße und die ESW ihren Abwasserkanal in Augenschein genommen. In beiden wurden keine Undichtigkeiten festgestellt. „Wir haben den Kanal mit einer Kamera inspiziert und nichts gefunden“, betonte Rudolf Grothaus, Technischer Leiter des Eigenbetriebs Entwässerung Stadt Witten (ESW).

Es könne auch sein, dass Grundwasserströme ungünstig laufen, „unter Umständen über Jahre immer wieder Teilchen ausspülen, bis es dann zu einem Einbruch in der Straße kommt“. Dies sei jedoch bislang nur eine Spekulation. Grothaus: „Jetzt muss das Tiefbauamt die Stelle einmal richtig aufmachen und nachsehen, woran es liegen könnte.“

Anwohner Walter Felsch war bereits in der vergangenen Woche eine Delle in der Fahrbahn aufgefallen. An diesem Montag hatte er seine Beobachtung dem Tiefbauamt mitgeteilt. „Eine Dame sagte mir, dass sie meine Meldung weiterleitet“, berichtete der 60-Jährige.

„Es sind schätzungsweise drei Kubikmeter Erdreich weggeschwemmt worden“

Das Loch wurde am Dienstag von der Stadt gesichert. Der Schaden ist deutlich größer, als er sich von außen darstellt. Unter der Erdoberfläche erstrecken sich die Ausspülungen über einige Meter. „Unter der Straße und dem angrenzenden Gehweg sind schätzungsweise drei Kubikmeter Erdreich weggeschwemmt worden“, sagte Gerald Klawe. Habe das Tiefbauamt die Ursache des Schadens gefunden und behoben, werde das Loch anschließend lagenweise neu mit Erde aufgefüllt. Am Müllwagen, der im Loch steckenblieb sind keine Schäden entstanden, hieß von der Stadt. Der Fahrer habe seine Tour am Dienstag fortsetzen können.

Die Anwohner der Häuser hinter dem abgesperrten Loch können die Ardeystraße jetzt mit ihren Autos über einen vorübergehend für den Verkehr freigegebenen Fußweg erreichen.

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