Starke Gesten
27.04.2010 | 17:13 Uhr 2010-04-27T17:13:00+0200
Witten. Fließende Gewänder, Tanz und eine starke Gestik mit Händen und Armen – das ist Eurythmie auf den ersten Blick. Die expressive Tanzkunst, die in Deutschland von Rudolf Steiner entwickelt wurde und bei den Waldorfschulen als Pflichtfach gilt, hat bereits die gesamte Welt erreicht.
Nun kommen EurythmieSchüler, -Studenten, und -Ensembles aus ganz Deutschland, den USA, Tschechien, Schweden, Italien, Frankreich, England, Brasilien und der Schweiz nach Witten zum Institut für Waldorfpädagogik und besuchen dort das siebte Jugend Eurythmie Festival vom 12. bis 15. Mai. Neben Kursen und vielen Aufführungen tauschen sich die über 400 erwarteten Gäste über verschiedene Perspektiven der Eurythmie aus.
„Das wird wie ein riesiges Zeltlager werden, weil die Teilnehmer auf Feldbetten und in Zelten schlafen werden“, erklärt Marion Körner, Mitorganisatorin der Veranstaltung. Die Aufführungen finden an der Blote-Vogel-Schule an der Stockumer Straße statt.
Unter anderem dabei sein wird die Junge Bühne Ruhrgebiet. Bestehend aus 18 Mitgliedern, davon 14 Künstler, war die Junge Bühne bis vor kurzem noch auf Tournee in Südkorea. „Wir spielten dort zwei Märchen und ein Abendprogramm. Die Märchen führten wir einmal vor einer Schule von 700 Kindern auf. Da ist der Applaus wie aus dem Himmel“, lächelt Emile Cnoops, Eurythmist aus den Niederlanden. Eun Sim Jang erzählt begeistert vom koreanischen Publikum: „Wir wurden so oft gefragt, wann wir wiederkommen, weil sie uns geliebt haben. Die Eurythmie ist für sie Entspannung in ihrer hektischen, materiellen Welt.“ Die Junge Bühne Ruhrgebiet wird im nächsten Jahr zum Teil neu besetzt werden. „Einige Studenten möchten ihren eigenen Weg gehen. Aber wir bekommen guten Ersatz“, erklärt Emile Cnoops.
Das Studium der Eurythmie, welches man als Bachelor of Arts und sogar als Master an der Alanus Schule in Alfter bei Bonn abschließen kann, führt die diesjährigen Absolventen des Instituts für Waldorfpädagogik nach Island. Acht Studenten fahren für eine Woche quer durch das Land und führen das eher unbekannte Märchen „Die vier kunstreichen Brüder“ der Gebrüder Grimm insgesamt drei Mal auf. Was man mit dem Studium macht? „Man kann Pädagogin, Therapeutin oder auch darstellende Künstlerin werden“, erklärt Eun Sim Jang.
Eine der vielen Besonderheiten auf dem siebten Eurythmie Festival: Marijke Brommer hält eurythmische Bewegungen malerisch auf dem Papier fest. „ Die Studenten haben sie gebeten zu kommen, weil das schon etwas Besonderes ist“, sagt Marion Körner. Der Besuch des Festivals ist natürlich nicht kostenlos: Für eine Abendaufführung zahlt man 15, für einen Tag 40 und für die ganze Zeit 110 Euro.
15:48
Ganz einfach, Rudolf Steiner hat die Eurythmie entwickelt. Und der war halt Antisemit....
15:17
Merkwürdige Kommentare, es geht hier um Eurythmie. Da kann wieder keiner etwas mit anfangen, aber mit politischer Polemik!!! Als wenn es nichts anderes gäbe.
14:06
Tja, Herr Goldmann, da blenden sie aber einige Aspekte zeimlich dreist aus.
http://www.akdh.ch/ps/02Steiner-mutiert.htm
13:30
nö, ist er nicht gewesen. oder würden sie einen mitverleger einer jüdischen zeitschrift als antisemiten bezeichnen?
08:07
Hm,Rudolf Steiner.......ist das nicht dieser bekannte Antisemit?