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Stadtwerke-Kalender räumt Fotopreis ab

19.02.2013 | 15:01 Uhr
Stadtwerke-Kalender räumt Fotopreis ab
Energie lautet der Titel des neuen Stadtwerke-Kalenders. Dynamik erhielten die Motive durch Überlagerung und Verschiebung mehrerer Bildebenen. Foto: Joachim Hänisch / WAZ FotoPool

Witten. Unter dem Titel „Energie“ haben die Stadtwerke Witten einen neuen Jahreskalender veröffentlicht – und räumten damit den Gregor international calender award ab.

So recht weiß man im ersten Moment nicht, was auf den preisgekrönten Bildern des Kalenders zu sehen ist: Sie wirken energiegeladen und in voller Bewegung. Und dann kristallisieren sich aus den vielen Linien und den strahlenden Farben die Motive heraus – wie zum Beispiel der Saalbau oder die Tresorräume der Sparkasse.

Alles Motive, die zwar interessant sind und zum Teil außergewöhnliche Einblicke offerieren, wie der OP-Raum des evangelischen Krankenhauses oder die Maschinenhalle von Völker, fotografisch jedoch eher weniger hergeben. Doch es wurden nicht einfach nur die Motive abgelichtet. Durch eine aufwendige Bildbearbeitung - der Überlagerung und Verschiebung mehrer Bildebenen - erhalten die Fotos ihre durchdringende Dynamik.

„Energie ist Bewegung, und die ist in einem Standbild schwer zu verpacken“, erklärt Torsten kleine Holthaus die Wahl seiner Bildbearbeitung. „Durch die Multiplikation der Ebenen bringen wir die Räume in Bewegung.“ So überzeugend, dass in einem Motiv sogar Menschen vermutet werden, die gar nicht zu sehen sind: „In dem Bild von der Feuerwehr ist tatsächlich nur die Umkleide aufgenommen“, sagt Uwe Träris (48), Geschäftsführer der Stadtwerke Witten. Dennoch vermuteten viele, es würden Feuerwehrmänner durch das Bild laufen.

Bereits im letzten Jahr hatten die Werbeagentur „eden & team“, die auch das neue Projekt entwickelt und betreut hat, zusammen mit Fotograf Torsten kleine Holthaus einen Kalender für die Stadtwerke erstellt. „Schon 2012 waren wir mehr als zufrieden mit dem Ergebnis“, so Uwe Träris. Dieses Jahr sei es daher die schwierige Aufgabe gewesen, das noch zu toppen.

Thematisch erzählt der Kalender den Weg der Energie: „Vom Ursprung bis zur Quelle“, so Träris. Dabei war es für das Team um Fotograf Torsten kleine Holthaus gar nicht so einfach einen roten Faden zu finden, der sich durch den gesamten Kalender zieht: „Es wurde eine solche Bandbreite dargestellt, wo Energie eingesetzt wird, dass zunächst das größte gemeinsame Vielfache gefunden werden musste“, weiß Thomas Lindner (48), Pressesprecher der Stadtwerke. Und das, so erklärt Torsten kleine Holthaus, sei die Architektur der Linien in den Motiven, die nun durch die Verschiebung der Ebenen besonders hervortreten.

Bei der Verwandlung der Fotos in die kunstvollen Bilder, die sie jetzt sind, nutzte der Fotograf zwar die Vorzüge der digitalen Bildbearbeitung, die Technik entstammt jedoch der analogen Fotografie. „Durch die digitale Bearbeitung haben wir nur eine kontrollierte Umgebung geschaffen.“ Eine „geniale Umsetzung“, findet Uwe Träris.

Wie gelungen das Ergebnis tatsächlich ist, macht nicht nur die Gold-Ehrung beim Gregor international calender award als bester Kalender deutlich, sondern auch die gesonderte Auszeichnung des Fotografen mit dem begehrten Preis der Fotojury.

Verteilt wurde der Kalender in einer Auflage von 300 Stück, an Geschäftskunden – Großverbraucher, von denen einige auch auf den Kalenderseiten zu sehen sind.

Von Malin Schneider



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