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Stadtteilkümmerer starten am 18. Juni

06.06.2012 | 18:06 Uhr
Stadtteilkümmerer starten am 18. Juni
Bringen das Projekt in Startposition: (v.l.) Ursula Beyling (Fokus) und Wilfried Braun (Seniorenbüro) sowie Margit Buchholz, Karl-Heinz Heinemann, Petra Möller, Patricia Greiner, Brigitte Necker, Angelina Dürscheidt und Beate Schmadel. Vier Stadtteilkümmerer waren beim Treffen im Rathaus verhindert. Foto: Walter Fischer / WAZ FotoPool

Witten. „Alle Kümmerer und alle Quartiere sind gefunden. Nun kann es losgehen“, sagt Wilfried Braun vom Seniorenbüro. Ab 18. Juni werden neun Frauen und zwei Männer an vier Standorten darauf warten, dass ältere Menschen mit ihren Problemen zu ihnen kommen.

Das Angebot der Stadtteilkümmerer sei ausdrücklich für Senioren bestimmt, so Braun. Wobei das mit dem Alter Definitionssache sei. „Wir reden immer von 50plus.“ Doch werde auch eine junge Mutter, die arge Schwierigkeiten hat, nicht einfach abgewiesen, sondern an die richtige Adresse weitergeleitet. „Das haben wir im Vorfeld so gelernt“, sagt Petra Möller, die beim TuS Bommern schon eine Demenzgruppe leitet und noch mehr für die Senioren im Ortsteil da sein möchte.

Sie wird sich im Kath. Pfarrheim Herz-Jesu mit Edeltraud Paetsch, Margit Buchholz und Gabriele Möller und abwechseln (Kapellenstraße 9, Di 10-12, Mi 14-16 Uhr, 01573-6525254). Im Centrovital sitzen für Annener und Stockumer Bürger entweder Patricia Greiner, Angelina Dürscheidt, Brigitte Necker oder der ehemalige Stadtsprecher Jochen Kompernaß (Westfalenstraße 118, Do 15-17 Uhr, 01573-6525252). Als Stadtteilkümmerer für Herbede sind Karin Liebl und Karl-Heinz Heinemann im Einsatz. Sie haben ihren Platz im Altenzentrum St. Josef (Voestenstraße 13, Do 14-16 Uhr, 01573-6525253). Für die Innenstadt sind im Café Credo Beate Schmadel und noch einmal Brigitte Necker zuständig (Hauptstraße 81, Mi 10-12 Uhr, 01573-6525255).

Alle Elf haben einen Bezug zum Stadtteil und kennen sich dort aus. Manche sind um die 30, wenige schon an die 70. Sie sind berufstätig oder Rentner. Doch alle eint der Wunsch „zu helfen, wo man kann“, wie Karl-Heinz Heinemann erklärt. Durch ehrenamtliche Tätigkeit etwas in der Gesellschaft bewegen, das möchte Margit Buchholz. Heilpraktikerin Angelina Dürscheidt denkt pragmatisch: „Wir sind die Senioren von morgen und wünschen uns auch, dass wir mal Hilfe bekommen.“ Patricia Greiner hatte noch einen arbeitsfreien Tag pro Woche übrig und wollte „diese Zeit sinnvoll investieren“. Beate Schmadel engagiert sich bereits ehrenamtlich in der Obdachlosenhilfe und suchte ein weiteres Betätigungsfeld.

Überrascht über die Vielfalt all dieser Talente zeigte sich Caritas-Geschäftsführer Hartmut Claes: „Das ist ein großer Gewinn für die Stadt.“ Und längst nicht bloße „Beschäftigungstherapie“, wie es CDU-Ratsherr Andreas Günzel im Sozialausschuss formulierte (wir berichteten). Der Herbeder meldete sich gestern beim Treffen der Stadtteilkümmerer übrigens zu Wort, wünschte ihnen alles Gute – und sich, dass er nicht bloß auf dieses eine Wort reduziert werde.

Annette Kreikenbohm



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