Stadtgalerie-Platz in Witten soll „Platz an der Post“ heißen

Die Jusos haben einen Namen für den Platz vor der Stadtgalerie gefunden. Die Frage ist, ob Rat und Verwaltung einer offiziellen Benennung zustimmen und – falls ja – einen der Vorschläge aufgreifen.
Die Jusos haben einen Namen für den Platz vor der Stadtgalerie gefunden. Die Frage ist, ob Rat und Verwaltung einer offiziellen Benennung zustimmen und – falls ja – einen der Vorschläge aufgreifen.
Foto: WAZ FotoPool

Witten..  888 Bürger haben bei der Aktion der Jusos „Gebt dem Platz vor der Stadtgalerie einen Namen!“ abgestimmt. Das Ergebnis: Die Wittener wollen mehrheitlich, dass der bislang namenlose Platz in der Innenstadt „Platz an der alten Post“ getauft werden soll.

Das Rennen war knapp: Bei der nicht repräsentativen Abstimmung haben 385 für den Gewinner-vorschlag votiert, 375 für „Platz der Begegnung“, 52 für „Gustav-Haarmann-Platz“, dem ersten Oberbürgermeister Wittens. 76 abgegebene Karten waren ungültig, weil sie nicht vollständig ausgefüllt waren. Insgesamt haben die Jusos knapp 2500 Karten unters Volk gebracht und kamen mit noch einmal deutlich mehr Leuten ins Gespräch.

Jusos freuen sich über Resonanz

„Wir freuen uns, dass so viele Bürger bei der Aktion mitgemacht haben. Das waren deutlich mehr als zum Beispiel bei der Frage der Kornmarktbebauung“, sagt Jusochef Philip Raillon.

Acht Monate lang hatten die Jusos einen Namen für den Platz gesucht. Zunächst hatten über 100 Bürger Vorschläge eingereicht, von denen eine Kommission in drei Gruppen die drei genannten Vorschläge auswählte. An vier Tagen konnten die Bürger abstimmen. In der Jury vertreten waren Stadtmarketing, Stadtarchiv, Standortgemeinschaft, Kulturinitiative Stellwerk, der Verein „religions for peace“, Lebenshilfe, Jugendring, Kinder- und Jugendparlament sowie die Jusos selbst.

Prüfauftrag an die Verwaltung

Nun wollen sie über die SPD-Fraktion einen Prüfauftrag an die Verwaltung richten: Welcher der drei Namen käme infrage und wäre eine offizielle Benennung möglich? Falls nicht, streben die Jusos eine inoffizielle Variante an – natürlich mit Namensschild. Über einen offiziellen Namen müsste der Stadtrat entscheiden.