Stadt Witten verlost Baugrundstücke

Derzeit wird die Fläche für das Neubaugebiet Bommeraner Heide hergerichtet.
Derzeit wird die Fläche für das Neubaugebiet Bommeraner Heide hergerichtet.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Was tun, wenn es für knapp 30 Grundstücke sechsmal so viele Interessenten gibt? Die Stadt verlost die Flächen im Neubaugebiet Bommeraner Heide.

Witten..  27 Grundstücke bietet die Stadt in ihrem Neubaugebiet Bommeraner Heide an. Dafür gibt es schon rund 180 Interessenten. Wer den Zuschlag bekommt, soll Ende Juni durch ein Losverfahren entschieden werden.

Es ist fast ein bisschen wie bei den Lottozahlen. Die Ziehung werde unter notarieller Aufsicht entschieden werden, erklärt Anja Reinken, Leiterin des Amtes für Bodenwirtschaft. „Das ist wohl das Gerechteste.“

Baugebiet zwischen Alte und Elberfelder Straße

Das neue Baugebiet liegt zwischen Alte und Elberfelder Straße. Im vorderen Bereich des Geländes, zur Alte Straße hin, sind Doppelhaushälften geplant, zur Elberfelder Straße hin zwölf Einfamilienhäuser – mit Grundstücksflächen ab über 300 Quadratmetern bei Doppelhaushälften und bis zu fast 840 Quadratmetern bei den Einfamilienhäusern. Es darf nur eingeschossig gebaut werden. Reinken: „Hinzu kommt noch ein halbes Geschoss, wenn der Dachboden ausgebaut wird.“ Interessenten können sich noch bis zum 10. Juni auf die Bewerberliste setzen lassen.

Ausschuss legte Mindestpreise fest

Fest stehen jetzt auch die Preise, zu denen die städtischen Grundstücke veräußert werden. Nach Angaben Reinkes liegen sie zwischen 220 und 260 Euro pro Quadratmeter Bauland, je nachdem, wo sich das Grundstück befindet. Für das mit 307 Quadratmetern kleinste Grundstück – für eine Doppelhaushälfte – beläuft sich der Kaufpreis auf insgesamt 70 610 Euro, für das mit 838 Quadratmetern größte – für ein Einfamilienhaus – auf 223 304 Euro.

Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umweltschutz hatte in seiner Sitzung am 30. April den Verkauf der Grundstücke beschlossen und im nichtöffentlichen Sitzungsteil einen Mindestverkaufspreis festgelegt. Die Ziehung unter Aufsicht eines Notars ergibt die Rangfolge der Vergabe der Grundstücke. Anja Reinken: „Diese werden direkt, ohne Makler und ohne Bindung an ein Kreditinstitut oder einen Bauträger provisionsfrei verkauft.“ Bauwillige können sich auf maximal drei Grundstücke bewerben.

Stadt vergibt Plätze auf Rangliste

Nach der Ziehung im Juni soll Interessenten per Mail ihr Ranglistenplatz mitgeteilt werden. Die Stadt betont, dass es vorkomme, dass Grundstücke wieder freigegeben werden. Jemand, der bei seinem Wunschgrundstück zunächst nicht auf Platz 1 lande, könne vielleicht später zum Zuge kommen.

Mit dem Abschluss eines kostenfreien Reservierungsvertrags bleibt ein Grundstück vier Wochen belegt, „damit Finanzierungsgespräche abgeschlossen und Vorgespräche mit Architekten oder Bauunternehmen aufgenommen werden können“, erklärt Reinken. Die maximale Reservierungszeit seien vier Monate. Die Stadt geht davon aus, dass ab Ende des Jahres gebaut werden kann.