Stadt Witten schlägt Wickmann-Konferenz vor

Eine Spielhalle gehört zu den Neuansiedlungen auf dem Wickmanngelände in Annen. Zwischen 2006 und 2013 seien außerdem Reifenhandel, Gastronomie, Fitnesstudio, Technisches Rathaus, weitere Büros, Tierfutter- und Möbelfachmarkt, Fahrschule, Lager und Fliesenhandel hinzugekommen, so die Stadt. Nur einen Elektrohandel will sie nicht.
Eine Spielhalle gehört zu den Neuansiedlungen auf dem Wickmanngelände in Annen. Zwischen 2006 und 2013 seien außerdem Reifenhandel, Gastronomie, Fitnesstudio, Technisches Rathaus, weitere Büros, Tierfutter- und Möbelfachmarkt, Fahrschule, Lager und Fliesenhandel hinzugekommen, so die Stadt. Nur einen Elektrohandel will sie nicht.
Foto: WAZ/FotoPool
Was wir bereits wissen
Bei einer „Wickmannkonferenz“ will die Stadt den Streit um die Gewerbefläche beilegen. Vorher gibt es auf Wunsch der Politik eine Sondersitzung.

Witten..  Im Streit um das Wickmanngelände schlägt die Stadt einen runden Tisch vor. Ein Ziel ist die „dauerhafte Beilegung der Rechtsstreitigkeiten“ zwischen Stadt und Grundstückseigentümern“.

In der Vorlage für die von SPD und CDU beantragten Sondersitzung des Hauptausschusses am Mittwoch (25.2., 16 Uhr, Rathaus) spricht die Verwaltung von einer „Wickmannkonferenz“. Sie soll sich im Rahmen der Fortschreibung des Masterplans Einzelhandel mit der weiteren städtebaulichen Entwicklung der Gewerbefläche in Annen beschäftigen.

Niederlage vor Verwaltungsgericht

Darum ist bekanntlich ein Streit entbrannt, seitdem Stadt und Rat mehrfach Pläne für die Ansiedlung des Elektrofachmarkts Berlet gestoppt hatten – und damit zuletzt vor dem Verwaltungsgericht Arnsberg im Rechtsstreit mit Investor „SchöWo“ Wohnbau eine Niederlage einstecken mussten. Nun macht die Stadt Friedensangebote.

Bevor künftig Beschlüsse zur Bauleitplanung gefasst werden, sollen alle Beteiligten ins Boot kommen, Politiker, Immobilienbesitzer, IHK, Einzelhandelsverband. „Ziel dieser Gespräche ist die Vereinbarung eines für die Grundstückeigentümer wirtschaftlich vorteilhaften und städtebaulich sinnvollen Nutzungskonzepts unter Berücksichtigung des Schutzes anderer zentraler Versorgungsbereiche, namentlich der Innenstadt“, so die Stadt. Das bedeutet aber nicht, dass der Rechtsstreit mit SchöWo nun beigelegt ist. Die Verwaltung will weiter in Berufung gehen.