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Bürgermeisterwahl

SPD Bommern: Schweppe soll Bürgermeister werden

22.01.2015 | 18:55 Uhr
SPD Bommern: Schweppe soll Bürgermeister werden
Wird er zur Bürgermeisterwahl antreten? Der Wittener Jugend- und Sozialdezernent, hier ein Foto von 2011, hält sich diese Frage noch offen.Foto: Fischer

Witten.   Als erster Ortsverein hat die SPD Bommern den Ersten Beigeordneten als Kandidaten nominiert.Ob er sich zur Wahl stellt, lässt er noch offen.

In das Kandidatenkarussell für die Bürgermeisterwahl am 13. September kommt Bewegung. Als erster von 13 Ortsvereinen in Witten hat die SPD Bommern jetzt den Ersten Beigeordneten Frank Schweppe als SPD-Kandidaten vorgeschlagen.

„Wir halten Frank Schweppe für den geeignetsten Kandidaten“, sagt Christoph Malz (47), Vorsitzender der SPD Bommern. „Er macht seine Arbeit als Erster Beigeordneter sehr gut, hat breiten Rückhalt in der Bevölkerung und kann parteiübergreifend integrieren.“ Die Genossen in Bommern nominierten Schweppe am Mittwochabend mit deutlicher Mehrheit. Bei einer Vorabstimmung über drei Namen hatte Schweppe zuvor vor Sonja Leidemann gelegen und diese vor Klaus Völkel. Die Bürgermeisterin und der städtische Wirtschaftsförderer hatten sich in Bommern persönlich vorgestellt, Schweppe war durch einen anderen Termin verhindert.

SPD-Mitglied Schweppe selbst hält sich zu einer möglichen Bürgermeister-Kandidatur noch bedeckt. „Die Zustimmung aus Bommern freut mich und ehrt mich“, sagt der Hevener (56). Er wolle sich aber noch einige Tage „mit anderen Menschen beraten“. Unter anderem will er mit dem SPD-Parteivorstand reden. „Bisher gibt es ja nur den formalen Vorschlag eines Ortvereins.“

Mehrere Wittener Ortsvereine haben Schweppe zudem schon als SPD-Kandidaten für die Landratswahl vorgeschlagen. Diesem parteiinternen Auswahlverfahren, das am 7. Februar auf Kreisebene entschieden wird, stellt sich Schweppe, auch wenn der Hattinger Olaf Schade die Mehrheit der Stadtverbände im Rücken haben soll.

Kommentar
Mann mit Ecken und Kanten

Bei Frank Schweppe wüsste man, was man hat. Er ist Verwaltungsprofi, Realist, hat Spuren als Ordnungs-, Schul-, Sozial- und Sportdezernent gezogen – schlag nach bei Kunstrasen und Schulschließung. Ein Mann mit Ecken und Kanten, keiner, den sich Partei oder Rat so schnell „rundlutschen“ könnten, vielleicht braucht Witten so einen in stürmischen Zeiten. Sein Zögern ist vielleicht nicht nur Respekt vor der Amtsinhaberin, sondern auch vor der großen Aufgabe. Wenn die SPD Leidemann nicht mehr will, wäre es ein Fehler, diesen Trumpf im Ärmel zu lassen.

Schweppe ist seit 1996 städtischer Beigeordneter, seit 2000 Erster Beigeordneter. 2012 wählte ihn der Rat einstimmig für weitere acht Jahre. Vor einer möglichen Kandidatur will er auch mit Sonja Leidemann sprechen. Bisher hieß es, er wolle nicht gegen die amtierende Bürgermeisterin antreten. „Wenn sie nicht antritt, würde mir das die Entscheidung erleichtern“, räumt Schweppe offen ein. „Wir haben eng und lang zusammengearbeitet.“ Er sagt aber auch: „Man kann Loyalität nicht immer nur in eine Richtung interpretieren.“ Unverschlüsselt kann das nur heißen: Sollte sie keine Chance haben, sollte sie besser einem anderen den Vortritt lassen.

Leidemann ist bereits von drei Wittener Ortsvereinen vorgeschlagen worden, hat sich aber bisher nicht klar zu einer Kandidatur bekannt. Ob sie nur als SPD-Kandidatin oder andernfalls auch „aus dem Amt heraus“ zur Wiederwahl antreten will, ließ sie auch am Mittwochabend in Bommern offen. Ihre Forderung nach einem Mitgliederentscheid zur Kandidatenfrage scheint bisher ins Leere zu laufen. Für eine solche Satzungsänderung bräuchte sie eine Zwei-Drittel-Mehrheit. Die nächste Hauptversammlung ist am 7. März. Dort sollen die Delegierten aber schon den Kandidaten/die Kandidatin wählen.

Stadtverbandsvorsitzende Christel Humme äußerte sich gestern nicht zu den Kandidaten. „Die Ortsvereine haben jetzt das Sagen. Die können jetzt bis zum 6. Februar Vorschläge machen.“

Johannes Kopps

Kommentare
24.01.2015
09:05
#5 Der letzte deutsche Diktgator hat sich vor 70 Jahren erschossen
von p.s.a | #6

In der nun existierenden Demokratie entscheidet nicht der Bürgermeister über Schulschließungen sondern der Rat.

Und damit der entscheiden kann...
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1 Antwort
Na PSA
von vomDach | #6-1

wieder Hilfsmittel genommen anders kann man Ihren Text nicht deuten.
Wenn wir in Herbede keine Schule brauchen, sollten wir natürlich auch auf weitere Annehmlichkeiten verzichten.
Wir fahren dann alle nach Witten zum Einkaufen, nutzen Freizeiteinrichtungen in Witten usw.Ach ja, und Ihr geliebtes Tauchbecken, brauchen wir dann auch nicht.
Ich wäre ja dafür, wie eine bekannte Gruppe aus Herbede musikalisch präsentiert, einen König von Herbede zu wählen und als erste Amtshandlung eine Schranke vor der Brücke aufzustellen.
Dann bleiben die Wittener draußen, die Omega-Brücke wird nicht mehr belastet und muss nicht neu gebaut werden.
Da der Vollsortimenter dann auch nicht kommt, nutzen wir die Gerberschule wieder, streichen sie rot und fühlen uns wie in *****rbü.

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SPD Bommern: Schweppe soll Bürgermeister werden
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2015-01-22 18:55
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