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Brückenneubau

Sommer startet Neubau der Mühlengrabenbrücke Witten

10.01.2016 | 14:45 Uhr
Sommer startet Neubau der Mühlengrabenbrücke Witten
Für Schwerlaster ist der Ruhrdeich wegen der maroden Mühlengrabenbrücke bereits seit langer Zeit gesperrt. Bald soll endlich der Brückenneubau beginnen. Foto: Thomas Nitsche - Funke Foto Service

Witten.   Im Sommer sollen Abriss und Neubau der Mühlengrabenbrücke starten. Bauzeit: zwei Jahre. Aber der Ruhrdeich soll nicht komplett gesperrt werden.

Mehrfach wurde der Neubau der maroden Brücke über den Mühlengraben verschoben. Doch im Sommer soll es nun tatsächlich losgehen. „Im Frühjahr schreiben wir das Projekt aus“, so Michael Overmeyer, Sprecher von Straßen NRW.

Schließlich ist der Ruhrdeich, also die 226, die über die Brücke führt, eine Bundesstraße. Weil die Kosten des Neubaus mit etwa 4,5 Millionen Euro unter der Fünf-Millionen-Grenze lägen, müssten die Arbeiten laut Overmeyer nicht europa-, sonder nur deutschlandweit ausgeschrieben werden.

Etwa zwei Jahre wird dann die eigentliche Bauzeit betragen. Aber der Ruhrdeich wird dafür nicht komplett gesperrt, sondern Brückenabriss und -neubau werden so koordiniert, dass der Verkehr – wenn auch verengt – weiterfließt. „Eine Komplettsperrung wäre völlig undenkbar. Denn dann müsste noch mehr Verkehr durch die Innenstadt umgeleitet werden. Das würde zu völligem Chaos in der City führen. Dann doch lieber eine etwas längere Bauzeit in Kauf nehmen“, meint Wittens Planungsamtsleiter Franz Buresch.

Brummi hat schwere Absperrung einfach zur Seite geschoben

Für den Schwerlastverkehr über 7,5 Tonnen ist der Ruhrdeich wegen der maroden Mühlengrabenbrücke bereits seit November 2013 gesperrt. Und zwar vom Kreisel Herbeder/Sprockhöveler Straße bis zur Kreuzung Ruhrstraße. Eigentlich: Denn gelegentlich sieht man doch Brummis über den Ruhrdeich zockeln. „Einer hat es sogar geschafft, die massiven Absperrungen, die an beiden Enden der Strecke wie ein Nadelöhr die Durchfahrt der Schwerlaster unterbinden sollen, beiseite zu schieben“, berichtet der Sprecher von Straßen NRW. „Ein echtes Kunststück, denn sie sind unheimlich schwer. Wir mussten einen Autokran einsetzen, um die Absperrungen wieder an ihre Ursprungsstelle zurückzuschieben.“

Die Fläche neben der Mühlengrabenbrücke ist bereits gerodet. Dort wird ein Kran für die Abriss-und Neubauarbeiten aufgestellt. Die anfängliche Idee, statt der Ruhrdeichampeln einen großen Kreisverkehr einzurichten, hat die Stadt längst aufgegeben. „Simulationen des Verkehrsflusses haben ergeben, dass ein Kreisel dort keine Verbesserung darstellen würde“, so Buresch. Deshalb werde ein „klassischer Kreuzungsumbau“ bevorzugt, der Förderantrag laufe.

Dagegen wurde der Förderantrag für den „Ruhrstrand“ zurückgestellt zugunsten des geplanten Gewerbegebietes „Drei Könige“. Buresch: „Aber am Mühlengraben wird die Brücke so hoch gebaut, dass sie bequem zu Fuß oder per Fahrrad zu unterqueren ist.“ Denn vielleicht gibt’s ja eines Tages doch noch einen Strand an der Ruhr.

Michael Vaupel

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2016-01-10 14:45
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