Sohn wollte offenbar eigene Mutter von Schienen zerren

Der Wittener Bahnhof wurde nach dem tragischen Unglück gesperrt.
Der Wittener Bahnhof wurde nach dem tragischen Unglück gesperrt.
Foto: Schild
Was wir bereits wissen
Ein 20-Jähriger starb beim Rettungsversuch auf einem Gleis im Wittener Hauptbahnhof. Polizei: Der junge Mann wollte die 39-Jährige vom Selbstmord abhalten.

Witten.. Der Tod eines 20-Jährigen im Wittener Hauptbahnhof hat offenbar einen besonders tragischen Hintergrund: Laut einem Bericht des WDR Dortmund starb der junge Mann bei dem Versuch, die eigene Mutter (39) vom Suizid auf den Schienen abzuhalten.

Am Dienstag, kurz nach 17 Uhr, hatte der IC 2906, der in Witten nicht hält, auf der Durchfahrt von Hagen nach Dortmund die beiden trotz einer Vollbremsung der Lokführerin im Gleisbett des Wittener Bahnhofs erfasst. Trotz eines unmittelbar eingeleiteten Großeinsatzes von Rettungskräften kam für den 20-Jährigen jede Hilfe zu spät. Er starb noch im Wittener Bahnhof. Die 39-Jährige wurde lebensgefährlich verletzt.

Ermittlungen am Kriminalpolizei Bochum übergeben

Die „Todesfallermittlungen“ hat die für die Bahn zuständige Bundespolizei inzwischen an die Kriminalpolizei Bochum übergeben. Deren Sprecher Guido Meng bestätigte am Mittwoch, dass die 39 Jahre alte Frau „sich offenbar in Suizidabsicht vor dem einfahrenden Zug auf die Gleise begeben hat. Der junge Mann hat versucht, sie von den Gleisen zu zerren.“ Diesen Versuch bezahlte der 20-Jährige mit seinem Leben.

Die Polizei teilte lediglich das Alter der beiden Personen mit. Ein mögliches Verwandtschaftsverhältnis wurde vom Polizeisprecher weder bestätigt noch dementiert.