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Sie bringen den Karneval nach Witten

13.02.2012 | 18:28 Uhr
Sie bringen den Karneval nach Witten
Helau: Die KG Rot-Weiß Witten stürmt an Weiberfastnacht das Rathaus. Im Bild: Nicole Beckmann (27), Funkemariechen, Ulla Heinrichs (65), vorne, sowie Vorsitzender Andreas Bergstein (46) und seine Frau Susi (47). Foto: Walter Fischer / WAZ FotoPool

Witten.Die letzten Vorbereitungen für die jecke Zeit laufen nicht nur im Rheinland auf Hochtouren, sondern auch bei der Karnevalsgesellschaft Rot-Weiß Witten.

Kostüme werden herausgesucht und Perücken gebürstet. Andreas Bergstein (46), erster Vorsitzender und geborener Jeck aus Basweiler bei Aachen, seine Frau Susi (47), Schwiegermama Ulla Heinrichs (65) und Mitglied Nicole Beckmann (27) haben die Gesellschaft 2009 gegründet. An Weiberfastnacht stürmen sie um 11.11 Uhr das Wittener Rathaus.

Helau und Alaaf kennt man sonst aus Köln und Düsseldorf. Wie ist das Leben des Karnevalisten in Witten?

Susi Bergstein: Man möchte es kaum glauben, aber im Ruhrgebiet gibt es viele Jecken. Ich habe früher in dem Vereinslokal der Ruhrstadtfunken in Witten getanzt und lernte den Karneval früh kennen.

Ulla Heinrichs: Die Wittener tun sich schwer mit Karneval. Weiberfastnacht bleiben sie meistens stehen und schauen sich den Sturm aufs Rathaus an. Aber nur wenige machen mit. Vielleicht können sich diesmal mehr Jecken begeistern.

Wann und wieso habt ihr den Verein gegründet?

Andreas Bergstein: Am 29. November 2009. Das war mein 44. Geburtstag. Wir hatten einfach Lust dazu und möchten den Wittenern den Karneval näher bringen. Schließlich können ja nicht nur die umliegenden Städte Vereine haben, Witten aber nicht. Mittlerweile sind wir schon 20 Mitglieder. Und wenn ich 55 werde, wird die Karnevalsgesellschaft elf Jahre alt. Das ist doch passend.

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