Sicherheitskonzept wird erneut geprüft
26.07.2010 | 17:32 Uhr 2010-07-26T17:32:00+0200
Witten.Die Veranstalter des Zeltfestivals nehmen die Tragödie von Duisburg zum Anlass, das Sicherheitskonzept noch einmal zu überprüfen. Sie setzen auf einen engen Dialog mit den Behörden.
Die dritte Auflage des Zeltfestivals Ruhr, die am 20. August beginnt, steht vor der Tür. Obwohl die Veranstaltungsreihe am Kemnader See nicht ansatzweise mit einem Mega-Event wie der Loveparade vergleichbar ist, nehmen die Ausrichter die Tragödie von Duisburg zum Anlass, das Sicherheitskonzept noch einmal zu überprüfen. „Ich bin mir aber sicher, dass alles in Ordnung ist“, betont Wilfried Perner, Geschäftsführer des Freizeitzentrums Kemnade.
Keine Massenveranstaltung
„Unser Konzept ist ein anderes: Wir machen keine Massenveranstaltung“, sagt Veranstalter Heri Reipöler. Mit 100 000 Besuchern an 17 Tagen sei das Zeltfestival nicht mit der Loveparade vergleichbar, auch nicht mit einem Festival wie Bochum Total mit einer Million Besuchern an vier Tagen.
Das große Sechs-Mast-Zelt habe ein Fassungsvermögen von knapp 4000 Menschen, die beiden kleineren von 1800 beziehungsweise 1000 Personen, erklärt Reipöler. Alle drei Zelte gleichzeitig würden nur zum Abschluss am 5. September bespielt, aber bestuhlt, so dass sich nie mehr als 3500 Menschen gleichzeitig auf dem Gelände aufhielten.
„Auflagen werden strikt eingehalten“
Wenn das große Zelt bei den musikalischen Top-Acts – in diesem Jahr etwa Jan Delay, Ich und Ich, die Simple Minds oder die H-Blockx – ausverkauft ist, würden etwa 20 Sicherheitskräfte an den fünf Notausgängen und vor dem Bühnenbereich für Ordnung sorgen, so Reipöler. „Das Sichgerheitskonzept wird nach alter Sitte am Runden Tisch mit Polizei, Feuerwehr, Ordnungsämtern, DRK, Bogestra und Verkehrsabteilungen abgesprochen“, erklärt Perner, des selbst über 30 Jahre Erfahrung im Veranstaltungsmanagement für die Stadt Bochum verfügt. „Und die Auflagen werden strikt eingehalten.“
Ein weiterer wichtiger Vorteil des Veranstaltungsgeländes am Kemnader See: Ringsum gebe es genug Platz, damit sich die Menschen außerhalb der Rettungswege gut verteilen können, sagt Perner. „Damit niemand hinfällt. Denn dann wäre der Gau da.“
Die ersten beiden Auflagen des Zeltfestivals verliefen übrigens ohne nennenswerten Zwischenfall. „Vor zwei Jahren gab es mal einen Wespenstich“, sagt Reipöler.
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Alle beteiligten sitzen an einem Tisch. Damit sind die Organisatoren ja schon weiter als die Veranstalter der Loveparade.