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Später möchte sie Künstler betreuen

25.10.2011 | 18:33 Uhr
Später möchte sie Künstler betreuen
Helena Kähm arbeitet als Auszubildende zur Veranstaltungskauffrau in der Werkstadt. Bei dem Projekt „Killerphrases“ präsentiert sie ihre eigene Karikatur „du glaubst doch nicht wirklich, dass ich dich liebe!“ Foto: Monika Kirsch / WAZ FotoPool

Eigene Kurse organisieren und die volle Verantwortung für Konzerte oder Vernissagen übernehmen - als Veranstaltungskauffrau hat man viele Aufgaben. Helena Kähm absolviert zur Zeit ihre Ausbildung bei der Werkstadt.

Nach einem freiwilligen, sozialen Jahr in der Jugendkunstwerkstatt in ihrer Heimatstadt Koblenz, stand für Helena Kähm fest: Die Arbeit in der Kulturszene soll es sein. Dabei darf natürlich der Kontakt zu den Menschen nicht fehlen. „Und genau das hat mir damals so gefallen an der Werkstadt. Denn hier habe ich die Chance, dass ich auch eigene Projekte durchführen darf.“

In ihrem zweiten Lehrjahr hat die 22-Jährige bereits einiges organisiert und erreicht. Ihr erstes eigenes Projekt, dass sie von ihrer Vorgängerin übernahm, war und ist immer noch der Familiensonntag einmal im Monat. Viele Ideen und jede Menge Arbeit flossen in diesen hinein. Deswegen würde es Helena Kähm auch sehr schwer fallen, wenn sie nach ihrer Ausbildung die Veranstaltung wieder abgeben müsste. „Ich weiß noch nicht, wohin mich mein Weg führt. Falls ich mich von der Werkstadt trennen würde, wäre der Abschied alles andere als leicht.“ Denn nicht nur die Arbeit, sondern auch das Miteinander gefällt der Koblenzerin gut.

Hier hilft jeder Jedem und auch in Stresssituationen „ist man immer für den anderen da und springt ein, wo man helfen kann“. So ist es schon öfter vorgekommen, dass Helena im Treff hinter der Theke ausgeholfen hat oder bei Parties in den Räumen der Werkstadt. „Das gehört einfach zum Job einer Veranstaltungskauffrau dazu.“

Ihre Aufgaben sind unter anderem das Aufstellen der Zeitpläne, die Plananfertigung für Techniker und Gastronomen sowie die Akquise der Teilnehmer eines Kurses oder einer Veranstaltung.

Und bei Konzerten wie „Gehacktes“ gehört ebenfalls die Betreuung der Künstler zu ihren Aufgaben. „Wenn die Jugendlichen, die in den Bands spielen, Fragen haben oder Probleme irgendeiner Art, bin ich der Ansprechpartner Nummer Eins“, meint die Azubine.

Wenn sie sich an ihre allererste Aufgabe als Auszubildende erinnert, muss sie heute noch schmunzeln. Damals wurde während eines Wettbewerbs unter Jugendlichen ein Entwurf für die Verschönerung von Kondomautomaten, die mittlerweile in den Toiletten der Werkstadt hängen, gesucht. „Als dann das passende Motiv gewählt wurde, sollte ich die Automaten damit bemalen“, erzählt Helena Kähm.

Mittlerweile widmet sie sich anderen Projekten und Aufgaben. Darunter fällt auch die Pressearbeit und die Nachbearbeitung von Veranstaltungen. Helena hat vor Beginn ihrer Ausbildung nicht geglaubt, dass die Lehre so verläuft. „Ich hätte nicht gedacht, dass ich soviel selbst machen darf. Vor allem die selbstständige Durchführung von Veranstaltungen hatte ich nicht erwartet. Aber es ist eine positive Überraschung.“

Wie es nach Beendigung der Lehre weiter gehen soll, weiß Helena noch nicht. In die Richtung der Kultur und vielleicht der Zusammenarbeit mit den Künstlern soll es aber definitiv gehen. Demnächst gastiert die Kabarettistin Carolin Kebekus in der Werkstadt. Auf die Künstlerin freut sich Helena besonders, da die 22-Jährige den Humor gut leiden kann.

Ein Jahr hat Helena Kähm noch vor sich und sie hofft auf viele neue Herausforderungen und Ideen.

Franziska Bombach

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