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Seniorenwohnungen statt Leerstand

31.10.2012 | 15:39 Uhr
Seniorenwohnungen statt Leerstand
Thomas Pietsch, Pflegedienstleiter der Rosenthal-Residenz, vor dem Ladenlokal, in das zehn barrierefreie Seniorenwohnungen sollen.Foto: Walter Fischer

Witten.   Direkt neben der Rosenthal-Residenz sollen im nächsten Jahr zehn neue barrierefreie Seniorenwohnungen entstehen. Petra Klein von „Soziale Stadt Annen“: Gute Initiative

In der Bebelstraße tut sich was. Die Bauarbeiten in dem seit Wochen leer stehenden Ladenlokal des Bastelladens haben bereits begonnen. Schon im kommenden Sommer sollen dort zehn barrierefreie Seniorenwohnungen entstanden sein. Um den Pflegedienst kümmert sich die Firma Chelonia, die direkt nebenan vor einem Jahr schon 27 Seniorenwohnungen eröffnet hat.

Chelonia wird voraussichtlich in dem neuen Bauprojekt ebenfalls nicht Vermieter, sondern Pflegeanbieter sein, erklärt Pflegedienstleiter Thomas Pietsch (43). Geplant sind auf der etwa 3000 Quadratmeter großen Fläche zehn Wohnungen, die jeweils ca. 40 Quadratmeter groß sein sollen und einen Balkon haben. Dafür müsse die Fassade ein Stück zurückversetzt werden, so Pietsch weiter. Entstehen soll eventuell auch ein Lichthof.

Wie in der bereits existierenden Rosenthal-Residenz an der Ecke Bebelstraße/Friedrich-Ebert-Straße gehöre dann zur Miete (für 43 qm z.B. 800 Euro plus Strom und 90 Euro Servicepauschale) u.a. ein 24-Stunden-Bereitschaftsservice, so Pietsch. Pflegemaßnahmen, Essensarrangements und andere Dienstleistungen würden extra berechnet bzw. über die Pflegestufe abgerechnet. 26 der insgesamt 27 Wohnungen seien bereits vermietet.

Wenn die Wohnung wie geplant fertig gestellt werden, brauche Chelonia neue Pflegekräfte, kündigt Thomas Pietsch an. „Gerne auch Ältere.“

„Wir begrüßen jede Initiative von Hauseigentümern, gegen Leerstände vorzugehen“, sagt Petra Klein vom städtischen Projekt „Soziale Stadt Annen“. Seniorengerechte Wohnungen in zentraler Lage anzubieten sei ein gutes Konzept für Annen. Ideal wäre es nun, wenn auch der zweite Wunsch der Annener erfüllt würde, so Klein weiter, und sich dort auch Studenten, zum Beispiel der Uni Dortmund, ansiedeln würden.

Der Bastelladen ist übrigens an die Ecke Ruhr-/Oberstraße gezogen.

Von Claudia Scholz

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