Schweppe und SPD-Spitze haben schweren Stand

Bei der Stadtteilkonferenz der vier Herbeder SPD-Ortsvereine zur Bürgermeisterkandidatur innerhalb der SPD hatte Sonja Leidemann im Bürgerhaus Vormholz ein Heimspiel. Mit Herbede, Vormholz und Durchholz/Bommerholz hatten drei Vereine bereits im Vorfeld für die Amtsinhaberin aus Herbede gestimmt. Der OV Buchholz-Kämpen, der sich für den Ersten Beigeordneten Frank Schweppe ausgesprochen hatte, war nur in geringer Zahl vertreten.

Beim Thema Hardensteingesamtschule hatte der Schuldezernent einen schweren Stand. Er stellte – nicht zum erstem Mal – klar, dass er die Schule nicht schließen wolle. Vielmehr wolle er diese in die Innenstadt verlegen und so erhalten. Sein Argument, dass es auf Dauer für die Stadt Witten nicht tragbar sei, dass von den 900 Schülern der Hardensteinschule 250 aus Nachbarstädten kämen, konnte die Mehrheit der Anwesenden aber nicht überzeugen.

Offen zeigten sich sowohl Schweppe als auch Leidemann gegenüber einem von den Herbeder SPD-Ortsvereinen vorgeschlagenen Weg, die Schule zu erhalten. Dabei müsste das Land dem EN-Kreis die Möglichkeit eröffnen, die Trägerschaft der Schule zu übernehmen.

In einer leidenschaftlich geführten Aussprache über das Nominierungsverfahren stand der SPD-Stadtverband schwer in der Kritik. Die Führungsspitze halte einseitig zu Schweppe, mache aus ihrer Distanz zur Bürgermeisterin kein Geheimnis. Eine Kampfkandidatur entspreche zwar demokratischen Spielregeln. Hier würden aber zwei SPD-Kandidaten wechselseitig öffentlich demontiert und das schade auch dem Außenbild der Partei. Dafür wird auch eine Quittung am Wahltag (13. September) befürchtet.

Eine Abstimmung war auch bei dieser Stadtteilkonferenz nicht vorgesehen. Die Entscheidung soll auf der SPD-Delegiertenversammlung am 7. März. fallen. Auch eine Mitgliederbefragung ist noch nicht gänzlich vom Tisch. Der Ortsverein Vormholz erinnerte daran, dass sein entsprechender Antrag ebenfalls am 7. März auf der Stadtverbandsversammlung behandelt werden soll.