Schüler setzen sich mit Plakat für Aidskranke ein
13.07.2011 | 13:09 Uhr 2011-07-13T13:09:00+0200
Witten.17 Schutzengel machen sich auf zum Bodenborn. Na klar, sie wollen Gutes tun. Die Klasse 8b der Helene-Lohmann-Realschule hat ihr eigenes Plakat zum Thema Aids entworfen.
„Es ist eine tückische Krankheit“, weiß Noemi (14). „Wir wollen ein Zeichen setzen, damit sich mehr Menschen für die Betroffenen einsetzen.“ Noemi und ihre Mitschüler haben im vergangenen Schuljahr viel gelernt über diese Krankheit, an der allein in Afrika 30 Millionen Menschen erkrankt sind.
Religionslehrerin Daniela Sonntag (29) hatte eine Projektwoche ins Leben gerufen. „Es wurde diskutiert, gebastelt, über Verhütung gesprochen und darüber, was Aids aus den Menschen macht.“ Linda (14) prescht selbstbewusst vor. „Es ist eine schlimme Krankheit, die vor allem durch Vergewaltigungen entsteht“, sagt die Realschülerin. „Leider trifft es sehr viele Kinder.“
Die Achtklässler haben sich deshalb einiges einfallen lassen. Zum Beispiel eine eigene Patenschaft. Anita heißt das Mädchen, es ist drei und kommt aus Tansania. „Zum Geburtstag haben wir ihr ein kleines Paket mit einer Postkarte und einem Kuscheltier geschickt“, sagt Noemi. Doch nicht nur das. Linda holt einen Scheck hervor und lächelt stolz. „Bei einer Spendenaktion unter den Realschülern sind 150 Euro für die Afrika-Aidshilfe zusammengekommen.“
Auch Jan Sorolea wirkt zufrieden. Der 49-Jährige ist Pastor der Herz-Jesu-Gemeinde in Bommern und hat die Projektwoche mit den Schülern begleitet. „Wenn die Jugendlichen nicht zu uns kommen, dann komme ich zu ihnen.“ Auch direkt ins Klassenzimmer. Oder auf den Schulhof, wie im März. Da hatte Sorolea einen ganzen Info-Bus zum Thema Aids organisiert. Darin war ein afrikanisches Dorf aufgebaut. Mit Kopfhörern konnten die Jugendlichen einer Geschichte über einen Jungen lauschen, der seinen aidskranken Bruder verlor.
Es sind diese Schicksale, die die Realschüler ins Grübeln bringen. Noemi zeigt auf das Plakat, das die Klasse entworfen hat und nun am Bodenborn ein Blickfang ist. Nun fallen endlich die Hüllen. „Es soll die Leute wachrütteln.“ Darauf zu sehen ist der afrikanische Kontinent, drum herum eine Aidsschleife mit vielen bunten Händen. Linda: „Es soll verdeutlichen, dass Afrika Hilfe braucht – und dass jeder etwas tun kann.“
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