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Holocaust-Gedenktag

Schüler erinnern an das dunkelste Kapitel

27.01.2012 | 17:15 Uhr
Schüler erinnern an das dunkelste Kapitel
Am ehemaligen KZ-Außenlager Buchenwald an der Immermannstraße in Witten wurden von den Schülern Max Wilshaus, Malte Richter und Leon Lanwehr (2. - 4. v.l.) aus dem Tagebuch eines ehemaligen KZ-Häftlings vorgetragen. Klaus Lohmann (links) (AG Witten in der Deutsch-Israelischen Gesellschaft), BM Soja Leidemann (5.v.l.) und Karlheinz Dressel (6. v.l.) (Vors. Freundeskreis der Isralfahrer) hören zu. Foto: Michael Korte / WAZ FotoPool

Witten.  Viele Wittener, darunter zahlreiche Jugendliche, erinnerten am heutigen Holocaust-Gedenktag an die Opfer des Nazi-Regimes.

Witten. Viele Wittener, darunter zahlreiche Jugendliche, erinnerten am gestrigen Holocaust-Gedenktag an die Opfer des Nazi-Regimes. Bei dem Gedenken am ehemaligen KZ-Außenlager Buchenwald in der Immernmann straße in Annen machten sie auch deutlich: Der Holocaust ist nicht nur deutsche, sondern auch Wittener Geschichte.

Malte Richter (19), Leon Lanwehr (18) (beide Holzkamp-Gesamtschule) und Max Wilshaus (18) vom Schiller-Gymnasium verlasen Auzüge aus dem Tagebuch des ehemaligen französischen KZ-Häftlings Robert Marechal. Darin berichtet er von Angst, Trauer, dem Alltag zwischen Schlägen und schmerzender Kälte. „Es ist ein bedrückendes Gefühl, dort zu stehen, wo das früher passiert ist“, sagt Leon Lanwehr. „Wir müssen die Erinnerung wachhalten“, fügt Malte Richter hinzu.

Zuvor hatten Bürgermeisterin Sonja Leidemann, ihr Vorgänger und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Witten in der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Klaus Lohmann, und der Vorsitzende des Freundeskreises der Israelfahrer, Karlheinz Dressel, einen Kranz im Gedenken an die Holocaust-Opfer niedergelegt. „Witten darf kein Ort für rassistisches Gedankengut werden“, betonte Sonja Leidemann.

Dennis Sohner

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