Schöner Wohnen am Rosenthalring

Häuser am Rosenthalring.
Häuser am Rosenthalring.
Foto: FUNKE Foto Services
Die Neubausiedlung ist erst fünf Jahre alt. Die Anwohner fühlen sich wohl, denn es ist „kinderfreundlich, familiär und ruhig“.

Witten..  Auf dem Gelände Wellershof in Stockum ist in den letzten Jahren ein kleines, aber feines Wohngebiet entstanden. Auf einer Fläche von rund 30 000 Quadratmetern stehen sieben Doppelhäuser und 30 Einfamilienhäuser. Zusätzlich gibt es 18 Eigentumswohnungen. Die ersten Häuser wurden vor fünf Jahren erbaut. Die Rede ist vom Rosenthalring. Er liegt südöstlich der Hörder Straße zwischen Sträterkamp und der katholischen Kirche. Um den Namen des neues Weges entbrannte ein handfester Streit.

Die Heimatfreunde Stockum/Düren schlugen die alte Flurbezeichnung „Krumstück“ vor. Die Gemeinde wollte gerne eine Maximilian-Kolbe-Straße. Doch aus all dem wurde nichts. Ihren Namen hat die Straße jetzt den jüdischen Geschäftsleuten Rosenthal zu verdanken. Sie hatten vor der Nazi-Zeit ein Geschäft in Stockum. Beide wurden von den SS-Schergen ins Konzentrationslager verschleppt und in Riga ermordet. Eine kleine Tafel unter dem Straßenschild erinnert heute daran. Die Straße ist übrigens nur 326 Meter lang und offiziell eine Spielstraße. Autos dürfen nur im Schritttempo fahren. Wir haben uns dort mal umgesehen.

Wunderbar ist es hier. Seit zwei Jahren ist meine Tochter am Rosenthalring zu Hause. Und ich spiele manchmal den Hausmeister. Die Straße ist sehr familienfreundlich und absolut ruhig. Und sie hat eine gute Anbindung. Denn das „Herz“ von Stockum ist nur ein paar Schritte entfernt.
Hartwig Tenzler, 70

Gesucht und gefunden – haben wir unser neues Haus. Ein Haus am richtigen Platz ist eben kein Zufall. Vor einem halben Jahr sind wir hergekommen und schon wollen wir nicht mehr weg. Das ist etwas für ein ganzes Leben. Kein Verkehr, ein schöner Garten, nette Nachbarn – was wollen wir mehr? Schön ist, dass hier viele Familien mit Kindern leben.
Sonja, Markus und Jonas Merder

Sorgenfrei können die Kinder auf der Straße spielen – oder in einem Garten. Der versprochene Spielplatz fehlt zwar immer noch, aber hier ist das überhaupt kein Problem. Wir Nachbarn haben für die Kinder gemeinsam ein schickes, buntes Baumhaus gebaut. Eigentlich fehlt uns hier nichts. Höchstens ein anderes Restaurant oder ein Bio-Laden würden mir persönlich sehr gefallen.
Angela Carell, 48

Die Erbauer haben vor drei Jahren verkauft und wir haben zugegriffen. Das war absolutes Glück. Der Blick von der Terrasse ist phantastisch – wie im Urlaub. Autolärm kennen wir hier nicht – nur Vogelgezwitscher. Die Nachbarn feiern zweimal im Jahr.
Markus Müller, 41

Es lebt sich hier wie zuhause – sage ich manchmal, wenn mich jemand fragt. Vor fünf Jahren haben wir gebaut. Wir waren einer der ersten Bauherren. Schon in der Bauphase haben wir uns hier rundum wohl gefühlt. Unsere Entscheidung haben wir bislang nicht bereut. Für mich war es toll, wieder ins Dorf Stockum zurückzukehren. Ursprünglich komme ich aus dem Bebbelsdorf. Am Rosenthalring ist die Nachbarschaft ein tolles Miteinander – ohne dass man sich in den Kochtopf blickt. Wir gehen persönlich und sehr herzlich miteinander um. Die Straße gehört den Kindern. Die Autofahrer nehmen Rücksicht. Raser gibt es bei uns nicht. Es ist eine ländliche Idylle, zentral gelegen – mit doppeltem Autobahnanschluss. So kann man mit dem Auto ruckzuck andere Städte erreichen. Die nächste Bushaltestelle ist an der Hörder Straße. Und dort gibt es auch jede Menge Geschäfte für den täglichen Bedarf. Überhaupt kann man sich über die Infrastruktur nicht beschweren. Bäcker, Banken, Bauern und noch viel mehr. Seit Kindesbeinen bin ich Fußballfan und kicke beim TuS Stockum. Heute aber nur noch dann und wann bei den Alten Herren. Gut finde ich an unserer Straße noch den historischen Namen und dass man das Läuten der Glocken der nahen Kirche hört.
Thomas Wrase, 48