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Schnee erwischt Busse auf dem Schnee kalt

15.01.2016 | 16:58 Uhr
Schnee erwischt Busse auf dem Schnee kalt
Straße „Auf dem Schnee“: Schneegestöber und Nebel verwandelten Witten höchsten Stadtteil, hier auf der Höhe bei „Overhoff“, in eine Winterlandschaft. Foto:B. Zabka

Witten.   Viele Holzkampschüler aus Herdecke kamen mit deutlicher Verspätung zum Unterricht. Die Buslinie 376 steckte oben auf dem Schnee, auf der Herdecker Seite, fest.

Für die kleinen Kinder waren die ersten Schneeflocken des Jahres wie immer ein Vergnügen. Die Bogestra haben Schnee, Matsch und Glätte am Freitagmorgen kalt erwischt. Der 376er kam auf der Herdecker Seite stundenlang überhaupt nicht mehr voran – weshalb viele Schüler aus der Nachbarstadt mit deutlicher Verspätung in der Holzkampschule eintrafen. Nicht ausgeschlossen, dass sich auch darüber wieder einige Kinder freuten.

Um kurz vor 6 Uhr fing es in Witten an zu schneien. Das Betriebsamt schickte kurz darauf alle fünf Streufahrzeuge los, um die Straßen der ersten zwei (von fünf) Prioritätsstufen abzustreuen. Während des Berufs- und Schülerverkehrs meldete die Bogestra trotzdem Probleme und Verzögerungen auf fast allen Linien im Raum Witten – sowie Teilausfälle und „enorme Verspätungen“ auf den Linien 376 und 375.

Der 376er konnte zehn Herdecker Haltestellen nicht erreichen. Für den 375er in Richtung Wartenberg war oben auf dem Kohlensiepen Schicht. „Die Fahrzeuge stecken zum Teil noch fest“, hieß es noch um 9 Uhr. Erst gegen 10 Uhr fuhr alles wieder nach Plan.

Die große Problemzone für den 376er lag oben auf dem Schnee, gleich hinter der Kuppe. Die Ardeystraße setzt sich auf Herdecker Gebiet als „Wittener Landstraße“ fort. Als Rolf Zinnhardt, Vize-Leiter der Holzkampschule, dort um kurz vor 7 Uhr mit seinem Pkw durchkam, hingen dort schon zwei Gelenkbusse fest – einer in jede Richtung, mit 50 Metern Abstand. Die Autofahrer kurvten im leichten Slalom um die Hindernisse herum.

Anders als Zinnhardt selbst schafften es viele Schüler der Holzkampschule nicht mehr rechtzeitig zum Unterrichtsbeginn um halb acht. Rund 200 der 1150 Holzkampschüler kommen aus Herdecke, viele sind auf die Linie 376 angewiesen. Die steckte an der Stadtgrenze fest. „Ich hatte Schüler in der Mathestunde, die sind zu Fuß die ganze Ardeystraße heruntergekommen“, berichtete Zinnhardt.

„Wir bedauern die Verzögerungen“, sagte später Bogestra-Sprecher Christoph Kollmann, „das war nicht schön heute Morgen.“ Entscheidend sei aber, dass trotz der Glätte keine Unfälle passiert seien. Die Fahrer seien gehalten, kein Risiko einzugehen. „Wir fahren nicht in die Glätte hinein und setzen den Bus in den Graben. Wir warten, bis die Strecke wieder befahrbar ist.“ Stehe ein Fahrer vor der Wahl zwischen Sicherheit und Pünktlichkeit, müsse er auf jeden Fall der Sicherheit den Vorrang geben. An die Streudienste von Herdecke oder Witten richtet der Bogestra-Sprecher keinen Vorwurf: „Wir haben mit diesen Stellen gut harmoniert.“

Haltestellen & Funklöcher

Die 375 konnte bis ca. 9 Uhr nicht Große Borbach, Lange Straße, Wartenberg erreichen.

Die Bogestra bestätigte, dass sie ihre Fahrer über Funk „zu 97 bis 98 %“ erreichen könne, wegen Funklöchern aber nicht immer und überall. Das habe hier keine Rolle gespielt. Über GPS wisse die Leitstelle immer, wo ein Bus gerade steht oder fährt.

Johannes Kopps

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2016-01-15 16:58
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