Schmierer haben wieder zugeschlagen
18.02.2010 | 12:28 Uhr 2010-02-18T12:28:00+0100Meterlange Sprühspur an Bahnhofsunterführung.
Witten. Lustig ist anders: Vermutlich in den letzten Karnevalstagen haben Vandalen auf mehreren Metern mit Sprühereien die Klinkerwände an der Unterführung Herbeder Straße verdreckt.
Lustig ist das schon deshalb nicht, weil sich eine kleine Gruppe engagierter Wittener stetig darum bemüht, dieses Eingangstor zur unteren Innenstadt wenigstens einigermaßen ansehnlich zu gestalten. So sorgte der Verein „Akzente” an dieser düsteren Stelle bereits für etwas stimmungsvollere Atmosphäre, indem er die Brückenpfeiler mit farbigem Unterlicht beleuchtete.
„Schon mehrfach habe ich die Klinker von Sprühereien gereinigt”, erzählte bereits kürzlich Paul Rybarsch vom Verein „Akzente”. Wie unfair manche Zeitgenossen solches Engagement „belohnen”, zeigt sich an der erneuten Dreckspur, die sich wellenförmig an der Wand entlangzieht. Dass derartige Attacken Rybarsch und sein Team dennoch nicht zum Aufgeben entmutigt haben, ist dem umso höher anzurechnen.
Derweil wurde von anderer Seite auf die Vorfälle reagiert: „Am Dienstag ist Anzeige gestellt worden”, berichtet Wittens Kripo-Chef Ralf Tietz.
Die Sprayspur findet sich übrigens nicht nur an der Klinkerwand, sondern auch einige Meter entfernt auf den Scheiben der Straßenbahnhaltestelle an der unteren Bahnhofstraße. Die Scheibe der gegenüberliegenden Haltestelle wurde schon vor einigen Monaten brutal traktiert, weist sie doch zahlreiche Einschläge und Risse auf. Auch die Glasscheibe der Fahrplansäule wurde mehrfach zerschmettert und wieder erneuert.
Eigentümlich ist, dass sich scheinbar nie Augenzeugen solcher Zerstörungen finden. Und das mitten in der Innenstadt.
01:49
Ich habe kürzlich einen Sprayer hinter der S-Bahn beobachtet, mit der ich gerade in Witten Hbf eintraf. Die im Zug befindlichen Sicherheitsleute der Bahn trauten sich nicht, den etwa 15-jährigen Sprayer zu verfolgen. Der von mir herbei gerufenen Polizei konnte ich nur noch die Flucht schildern. Also Wittener: Wenn spät abends in der Lessingstr. / Ecke Bellerslohstr. ein dunkler Mittelklasse-PKW mit mehreren Kapuzen tragenden Jugendlichen - in den Händen (Stoff-) Tragetaschen - auffällig d.h. verkehrswidrig und fluchtbereit parkt, merkt Euch das Kennzeichen und ruft die Polizei. Es könnten gesuchte Sprayer sein.
19:46
eben, die graffitis sollten die stadtoberen doch eigentlich glücklich machen. so werden die runtergerockten wände im klammen witten ganz ohne stadtgelder aufgepeppt...
17:49
Neulich musste ich schmunzeln, als ich hörte, dass in Paris und anderswo Graffiti-Wettbewerbe stattfinden zur Verschönerung öffentlicher Flächen und ausgewählter öffentlicher Verkehrsmittel. Warum nutzen wir nicht auch phantasievolle Wege, um Kreativen eine Chance zu geben?
16:37
Soweit ich weiß, hat die Polizei der Zeitung geraten, nicht mehr über Graffitis zu berichten, da sich die Sprayer dadurch nur bestätigt fühlen. Nach jedem Artikel wird nur noch mehr besprüht.
Lustig ist das schon deshalb nicht, weil sich eine kleine Gruppe engagierter Wittener stetig darum bemüht, dieses Eingangstor zur unteren Innenstadt wenigstens einigermaßen ansehnlich zu gestalten. So sorgte der Verein „Akzente” an dieser düsteren Stelle bereits für etwas stimmungsvollere Atmosphäre, indem er die Brückenpfeiler mit farbigem Unterlicht beleuchtete
Das ist wohl der größte Witz an dem Artikel. Ein paar bunte Funzeln machen ein häßlich Bauwerk noch lange nicht schön. Demnächst werden wohl noch die Schlaglöcher beleuchtet und zur Kunst erklärt, es ist ja Kulturhauptstadtjahr...
15:29
Die meisten Graffiti sehen deutlich besser aus, als die Kunstwerke von Frau Rybarsch.
Und die Vandalen waren das? SInd die bei der Völkerwanderung falsch abgebogen? Bisschen kleiner haben sie es nicht?
Ich hoffe trotzdem, daß diese Schmierfinken bald erwischt werden.
14:45
Langsam wird es lächerlich. Haben Sie sich jetzt zum Vorkämpfer der Opfer des Vandalismus gemacht, Herr Vaupel? Oder was treibt Sie zu ihrem Kleinkrieg gegen diese rücksichts- und respektlosen Kleinkriminellen?
Menschen sterben und ihr schweigt
Scheiben splittern und ihr schreit
Denken Sie mal ein wenig nach;)
14:30
Tja, ist schon seltsam. Herbeder Str. Strassenbahn und Buslinien, bis 1:00 Uhr früh, jede menge Autoverkehr, und alle sind blind.