Schmierer besprühen Muttentalbahn
21.02.2012 | 16:26 Uhr 2012-02-21T16:26:00+0100
Witten.In unschöner Regelmäßigkeit wüten Graffiti-Schmierer im Stadtgebiet. Diesmal hat es gleich elf Waggons der Muttentalbahn getroffen. Und nicht nur die.
Schon am Rande des Parkplatzes an der Nachtigallstraße fängt die Spur der Zerstörung an. Dort steht ein großes Schild, das den Bergbaurundweg Muttental erklärt. Doch wer sich daran orientieren möchte, dürfte damit jetzt erhebliche Schwierigkeiten haben. Durch die aktuellen Schmierereien ist im unteren Teil des Plans kaum noch etwas zu erkennen.
Und auch der große Wegeplan des Sauerländischen Gebirgsvereins einige Meter weiter dürfte Wanderfreunden künftig wenig Hilfe bieten, so verschmutzt wurde er nun.
„BTW“ sind die Buchstaben, die sich nicht nur auf diesen Plänen, sondern auch an allem Besprühbaren bis hinab zu den Gleisen finden: an Lampenpfosten, Papierkörben und den Haltestellenstützen. Besonders heftig hat sich „BTW“ aber an den Wagons ausgetobt: Über die gesamte Länge von ungefähr 20, 30 Metern sind sie komplett verdreckt worden.
Vermutlich am vergangenen Wochenende hätten der oder die Sprayer dort gewütet, meint Hannsjörg Frank (50), erster Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Muttenthalbahn. Der Vandalismus wurde angezeigt, die Polizei habe den Schaden aus bisheriger Erfahrung auf etwa 3000 Euro beziffert, so Frank: „Und wir sind nicht dagegen versichert. Denn wer soll das bezahlen?“
Doch damit nicht genug: „Wir kommen wohl um die Investition eines Zauns nicht herum“, meint der Vereinsvorsitzende mit Blick auf die bisher dort ungeschützt stehenden Wagons. Und eine solche Investition schätzt er auf einen fünfstelligen Betrag.
Weil das Betriebsgelände des Gruben- und Feldbahnmuseums Zeche Theresia und weitere Wagons unweit des jetzigen Tatorts bereits durch Zäune geschützt sind, blieben sie wohl von den aktuellen Schmierereien verschont.
„Am 1. April findet das große Muttentalfest statt. Bis dahin wollen wir sehen, dass wir Ehrenamtlichen die Schmierereien entfernt haben“, sagt Frank.
Wie in Wellen durchziehen Graffiti-Attacken immer wieder das Stadtgebiet und richten erhebliche Schäden an. Erst im Dezember hatten Sprayer in den Innenstadt gleich 16 Tatorte heimgesucht. Die Spur führte über die Berliner Straße, Poststraße, Am Humboldtplatz bis zur Körnerstraße. Hausfassaden, Stromkästen, Altkleidercontainer, Mülleimer, Briefkästen und ein Hochspannungshäuschen wurden in Mitleidenschaft gezogen. Und die Fassade der Stadtgalerie wurde durch einen viele Meter langen Sprühzug verunziert.
Gerade wenn es in nächster Zeit wieder wärmer würde, träten die Sprayer verstärkt auf den Plan, heißt es seitens der Polizei, die deshalb die Szene im Auge behalten will. „Vielleicht kennt ja auch jemand die Täter“, hofft Polizeisprecher Volker Schütte und bittet um Zeugenhinweise unter der Rufnummer 209-3821.
21:22
Die Gute Nachricht ist, die Täter wurden gefasst!!
Und man wird es nicht glauben, es waren 13 Jährige Blagen!
ja? woher diese info?
gab es einen artikel?
welche strafe?
00:36
Diese Straftäter werden für ihre Straftaten vor Gericht immer noch mit Samthandschuhen angefasst und nehmen die Polizei und die Gerichte nicht ernst. Statt Ermahnungen müssen gefasste Straftäter diese Schmierereien im Stadtgebiet beseitigen und so einen Beitrag für die Allgemeinheit leisten. Nebenbei kann sich auch die Kosten für Streetworker sparen.