Schlüsselübergabe an Verbraucherzentrale in Witten

Kernsaniert wurde die Güterhalle (r.) des Hauptbahnhofs für die Verbraucherberatung. Wo die Gerüste stehen, kommt ein Aufzug hin.
Kernsaniert wurde die Güterhalle (r.) des Hauptbahnhofs für die Verbraucherberatung. Wo die Gerüste stehen, kommt ein Aufzug hin.
Foto: FUNKE Foto Service
Was wir bereits wissen
Ende März ist die Schlüsselübergabe der ehemaligen Güterhalle an die EN-Verbraucherzentrale, die dort einzieht. Offizielle Eröffnung ist am 27. April.

Witten..  Am 31. März ist es soweit: Dann erfolgt die Schlüsselübergabe an die EN-Verbraucherzentrale, die in die ehemalige Güterhalle des Hauptbahnhofs zieht. Das Gebäude wurde seit etwa einem halben Jahr kernsaniert.

Kalt war es im Winter in dem denkmalgeschützten Gemäuer, als „Hase“ Heemann darin noch seinen kultigen „Getränkebahnhof“ hatte. Nicht nur eine Heizungsanlage wurde jetzt eingebaut, sondern fast alles auf den neuesten Stand gebracht, unter anderem die Isolierung der Außenwände, Elektrik, Fenster, Dach. „Auch ein hochwertiger Eichenboden kommt rein“, schwärmt Markus Bürger, der zusammen mit Radomir Zecevic Besitzer des gesamten Bahnhofsgebäudes ist. An die eine Seite der zweigeschossige Güterhalle wird außerdem ein Aufzugsturm angebaut.

Insgesamt rund eine halbe Million Euro haben Bürger und Zecevic investiert, um den historischen Bahnhofsanbau für seine neue Aufgabe fit zu machen. Auch die Fassade, die schmutzig und teils überwuchert war, strahlt jetzt in frischem Glanz.

Rund 170 Quadratmeter Fläche umfasst das Erdgeschoss, in das die Verbraucherzentrale einziehen wird. Die einst große Halle wurde zu diesem Zweck in mehrere Büroräume unterteilt. Für die darüberliegenden 150 Quadratmeter Fläche werden noch Mieter gesucht. „Wir könnten sie als ein großes Loft-Büro anbieten, aber auch Zwischenwände einziehen. Da sind wir flexibel“, meint Markus Bürger. Er könnte sich dort als Mieter ein Planungsbüro oder eine Steuerkanzlei vorstellen. Interessenten können sich unter 984440 bei ihm melden.

Angebot der Verbraucherzentrale ist breit gefächert

Zehn Parkplätze stehen vor dem Gebäude zur Verfügung. Aber die meisten Besucher der Verbraucherzentrale sollen per Bus und Bahn kommen. Die zentrale Lage war ein Hauptgrund, warum Witten als größte Stadt im Kreis den Zuschlag erhalten und Wetter als Mitbewerber in die Röhre geschaut hatte.

„Am 27. April ist die offizielle Eröffnung. Von der Schlüsselübergabe bis dahin nutzen wir die Zeit, um die Räume mit Möbeln und der EDV einzurichten“, sagt Alexandra Kopetzki. Die 34-Jährige ist Leiterin der EN-Verbraucherzentrale in Witten. Außer ihr werden dort noch eine Beratungs- und eine Bürokraft arbeiten. Das Angebot ist breit gefächert: Eine Energieberatung kostet beispielsweise fünf Euro, eine allgemeine Rechtsberatung zu Verbraucherfragen neun Euro. Wann die eigentliche Beratung nach der offiziellen Eröffnung der Verbraucherzentrale in Witten beginnt, steht noch nicht fest.