Schleuse Ende Juli wieder befahrbar

Die Schleuse Herbede ist eine der Attraktionen, die Ausflügler auf dem Fährschiff Schwalbe erwartet.
Die Schleuse Herbede ist eine der Attraktionen, die Ausflügler auf dem Fährschiff Schwalbe erwartet.
Foto: Michael Korte
Was wir bereits wissen
Das Ausflugsschiff MS Schalbe II kann seine Gäste ab Ende Juli wieder bis zum Kemnader Stausee schippern. Was zurzeit noch repariert wird.

Witten..  Der Brand des Schleusenwärterhäuschens in Herbede im Januar legte nicht nur das beliebte Gebäude in Schutt und Asche – es zerstörte auch die Technik der anliegenden Schleuse. Denn wichtige Bestandteile waren in einem Schuppen hinter dem Haus untergebracht, der ebenfalls abbrannte. Seitdem ist die Schleuse außer Betrieb. Das Ausflugsschiff MS Schwalbe II verkehrt nur auf dem Oberlauf der Ruhr, also von der Uferstraße bis zur Herbeder Schleuse. Das soll sich aber wieder ändern. Noch Ende Juli ist die Schleuse nach Aussage der Stadtwerke wieder befahrbar.

Kabel erneuert

„Wir arbeiten auf Hochtouren an den Reparaturen“, erklärt Thomas Lindner, Sprecher der Stadtwerke, die die Schwalbe betreiben und auch federführend mit den Arbeiten an der Schleuse befasst sind. Diese umfassen vor allem die Steuerungstechnik. „Sie musste komplett neu eingebaut werden“, sagt Lindner. Der Einbau sei mittlerweile abgeschlossen. „Die Steuerung ist installiert und funktionstüchtig.“ Aktiviert wird sie über eine Fernbedienung, die etwa von der Schwalbe aus betätigt werden könne. Dennoch sei die Schleuse noch nicht betriebsbereit. „Im Moment sind wir noch dabei, außen an der Schleuse und an der Schwalbe Kameras anzubringen, damit der jeweilige Kapitän den Vorgang des Einfahrens in die und Herausfahrens aus der Schleuse genau beobachten kann“, erklärt der Stadtwerkesprecher. Eine Technik, die heute Standard sei.

Auch, dass die Steuerungstechnik jetzt in einem vor Hochwasser geschützten Container und nicht mehr in einem störanfälligen Schaltkasten untergebracht ist, ist neu. „Die Steuerung und auch andere Teile der Schleusentechnik waren schon lange veraltet. Es war sowieso geplant, sie im Oktober diesen Jahres zu erneuern.“ Durch den Brand sei man jetzt eben etwas früher dran.

Stadtwerke übernehmen 100 000 Euro

Neben der Steuerung wurden auch Kabel rund um die Schleuse ausgetauscht. „Sie wurden unterirdisch verlegt, dafür musste Pflaster aufgenommen werden, das war aufwändig“, sagt Lindner. Die Kosten für die Maßnahme belaufen sich auf rund 600 000 Euro, die die Bezirksregierung Düsseldorf als Eigentümerin der Schleuse trägt. „Wobei wir als Stadtwerke wohl 100 000 Euro übernehmen werden, wir sind schließlich die Hauptnutzer der Schleuse.“

Wenn alles nach Plan läuft, soll die Schleuse noch Ende Juli ihren Betrieb wieder aufnehmen. „Wir sind da optimistsisch.“ Eine große Eröffnungsfeier sei nicht geplant. „Es geht einfach wieder los, die Schwalbe fährt ihre Gäste wieder bis zum Kemnader See.“