Schiller-Gymnasium patzt einmal
18.02.2010 | 12:00 Uhr 2010-02-18T12:00:00+0100
Nur noch das Albert-Martmöller-Gymnasium kann die Band „Silbermond” für ein exklusives Konzert nach Witten holen. Das Schiller-Gymnasium beantwortete beim Einslive-Schulduell am Donnerstag zwar vier von fünf Fragen richtig, es reichte jedoch nicht für den Hauptgewinn - wie schon am Ruhr-Gymnasium.
11.10 Uhr, zweite große Pause: Die angehenden Abiturienten sind vorbereitet. „Wir haben schon am Dienstag geübt”, erzählt Jonathan Reese, der seine Stufe angemeldet hat. An die neugierigen Mitschüler der anderen Stufen geht vor dem Start noch der Hinweis, ruhig zu sein: „Beim Ruhr-Gymnasium wurde in der letzten Woche dazwischen gerufen.” Das habe irritiert. Außerdem steht erfahrene Hilfe von der benachbarten Schule zur Verfügung: „Ich wurde zum Megafon-Mann ernannt”, verrät Gerret Lukas. Der geht eigentlich aufs Ruhr-Gymnasium, besucht aber auch Kurse an dieser Schule.
So gut die Vorbereitung war, so schlecht läuft der Start. Nach sechs Sekunden steht fest: „Silbermond” kommt nicht ans Schiller-Gymnasium. Einen Teilnehmer der Fußball-WM 2010 wollte das Einslive-Team wissen. Die Schüler bildeten mit ihren Buchstaben die Antwort „Türkei”. Die aber verpasste die Quali – und das Schiller-Gymnasium somit auch.
Unentschieden im stadtinternen Duell
Eigentlich sollte auch das Albert-Martmöller-Gymnasium gestern in der ersten Pause zum Einslive-Schulduell antreten.
Doch dem Team des Senders platzte auf der Anfahrt die Heckscheibe des Autos. Das Schulduell wird am AMG daher nachgeholt – wann, steht noch nicht fest.
Da half es wenig, dass die vier folgenden Antworten stimmten. In der Zeiteinheit „Stunde” schlich sich zunächst ein K ein. Bei der Heimatstadt von Silbermond, („Bautzen”) hakte es beim A. Schließlich wussten die Schüler diese Antworten aber ebenso wie die Anzahl der Twilight-Bücher („Vier”) und den Vornamen der Schauspielerin Tschirner („Nora”).
Das Ergebnis: Respektable 31,65 Sekunden, aber nur vier richtige Antworten. „Wir sind trotzdem zufrieden”, gibt sich Jonathan Reese im Nachhinein nicht enttäuscht – und schickt eine Spitze an den Nachbarn: „Immerhin waren wir schneller als das Ruhr-Gymnasium.” Die Konkurrenz antwortete dafür fünfmal richtig. Das stadtinterne Duell endet also unentschieden.
Bleibt die Frage: Wer trägt die Schuld an der falschen Antwort „Türkei”? „Ich glaube, unser Megafon-Mann hat das gerufen”, feixt Reese. Hat ausgerechnet der Helfer der Konkurrenzschule versagt? Gar mit Absicht? Gerret Lukas kann sich auf jeden Fall mit einem Satz verteidigen, der auf den Namensgeber des Schiller-Gymnasiums zurückgeht: „Bin ich meinem Amt nicht gewachsen, so ist der zu tadeln, der es mir anvertraut.”
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