Schienen der Muttenthalbahn schlecht gekennzeichnet

Zwei Andreaskreuze weisen derzeit auf die Gleise der Muttenthalbahn von der Zeche Nachtigall kommend in Richtung Bommern hin.
Zwei Andreaskreuze weisen derzeit auf die Gleise der Muttenthalbahn von der Zeche Nachtigall kommend in Richtung Bommern hin.
Foto: Funke Foto Services
Hannsjörg Frank fordert ein weiteres Andreaskreuz und ein Tempo-30-Schild. Denn am letzten Wochenende ereignete sich beinahe ein Unfall.

Witten..  Mit hoher Geschwindigkeit sei ein auswärtiger Wagen erst kurz vor den Gleisen zum Stehen gekommen, schildert Hannsjörg Frank eine Situation vom Ostermontag. Es geht um den Bahnübergang der Muttenthalbahn an der Nachtigallstraße, auf den aus Franks Sicht nicht ausreichend hingewiesen wird. „Da fehlt ein weiteres Andreaskreuz und ein Tempo-30-Schild“, so der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Muttenthalbahn e.V.

Ein Problem seien die Fahrer aus Richtung Zeche Nachtigall: Sie überqueren die ersten Schienen, die des Museumszuges, und beschleunigen dann wieder. „Den Leuten ist aufgrund des Straßenverlaufes nicht ersichtlich, dass noch einmal Gleise kommen“, sagt Frank. Seine Beobachtung: Vor allem die jungen, dynamischen Fahrer stellten dabei eine Gefahr dar.

Für die Lösung des Problems schlägt Frank ein weiteres Andreaskreuz direkt am Eingang der Zeche Theresia vor. Derzeit ist ein solches direkt am schmalen Feldbahnübergang angebracht – gerade für Ortsfremde womöglich tatsächlich erst spät erkennbar. Außerdem möchte Frank ein weiteres Tempo-30-Schild montieren: Nach der Stichstraße, die zum Ruhrtalradweg gehört, müsste erneut auf die Geschwindigkeitsbegrenzung hingewiesen werden, meint der Bahner.

„Wenn es einmal kracht, haben wir ein Problem“, sagt er. Neben dem Vorfall am vergangenen Wochenende, sei es allein in der zweiten Hälfte des letzten Jahres drei Mal fast zu Unfällen gekommen. Erst hinter der Haltelinie, kurz vor den Schienen, seien die Wagen durch eine Notbremsung zum Stehen gekommen. „Und das, obwohl sich unsere Züge immer mit Hupen dem Bahnübergang nähern“, so Hannsjörg Frank.

Die Stadt hatte sich bereits mit der Situation am Bahnübergang an der Nachtigallstraße beschäftigt. „Damals fand ich es dort nicht so prekär“, sagt Frank Racherbäumer, Leiter der Verkehrsabteilung beim Ordnungsamt. „Viele Kreuze machen es nicht unbedingt besser und zu einem Unfall ist es bislang auch noch nicht gekommen“, so der 52-Jährige. Dennoch: Racherbäumer möchte sich die Lage an der Muttenthalbahn in den nächsten Tagen noch einmal anschauen und neu bewerten.

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