Salzlager ist voll wie nie
09.08.2011 | 16:47 Uhr 2011-08-09T16:47:00+0200
Witten.Behutsam fährt Uwe Sprakties den weißen Berg hinauf. Er befindet sich aber nicht in den Hochalpen, sondern im Salzlager des Betriebsamtes.
„Das Lager ist so voll wie nie zuvor. Denn der nächste Winter kommt bestimmt“, sagt Thomas Bodang, stellvertretender Leiter des Betriebsamtes. 1100 Tonnen aus dem vorigen Winter befinden sich noch im Lager. Nach der Streusalzknappheit ein Jahr zuvor hatte Bodang im letzten Winter ordentlich Salz geordert, um auf der sicheren Seite zu sein. „Denn man wusste ja nicht, wie lang der Winter noch sein würde“, erzählt er.
Aber in weiser Voraussicht hat er auch für den nächsten Ernstfall vorgesorgt: Derzeit rollen pro Tag 25 Tonnen Salz aus Thüringen an. Insgesamt hat Bodang jetzt hundert Tonnen bestellt. „Denn im Sommer ist die Tonne zehn Euro günstiger, als wenn wir sie im Winter bestellten würden“, erklärt er.
Üblicherweise werden 900 Tonnen in der Halle eingelagert. „Aber wenn man ein sehr sicherer Fahrer ist wie unser Mitarbeiter Uwe Sprakties, dann schafft man es auch, die Halle bis fast unters Dach zu füllen“, so Bodang. Andernfalls bestände die Gefahr, dass der Radlader beim manövrieren in der aus Salz aufgeschütteten Rampe einsinke und im Extremfall sogar umkippen könne.
Nun wird also kräftig Salz eingefahren: „Daran sieht man, dass wir auch im Sommer gut für den Winter zu tun haben“, meint Bodang. Außerdem stehen auch die Streuwagen außerhalb der Winterzeit nicht tatenlos in ihren Hallen. Denn sie werden einfach umgerüstet: Bei den großen und kleinen Wagen wird der Streuaufsatz komplett runtergenommen und die Schneepflüge werden abmontiert. Dann ist die Ladefläche frei für die Benutzung im Tiefbau und im Grünflächenbereich.
Über sechs große und einen kleinen Streuwagen verfügt das Betriebsamt. Jeder große Wagen kostet komplett mit Pflug und Streuaufsatz stattliche 130 000 Euro. Wer aber meint, der kleine Wagen sei deutlich preiswerter, der irrt sich gewaltig: „Er kostet sogar rund 140 000 Euro, weil er technisch noch besser ausgestattet ist“, erklärt der stellvertretende Leiter des Betriebsamtes.
Rund zehn Jahre seien die Streuwagen durchschnittlich im Einsatz. Bodang: „Denn das Salz greift die Fahrzeuge erheblich an, so dass sie anfangen zu rosten. Obwohl wir sie nach jedem Einsatz zum Säubern durch den Sprühbogen fahren. Und das auch, wenn sie nachts reinkommen.“
15:36
Lieber Frasier,
wir hatten am 24.12.2010 eine Neuschneemenge von ca. 25- 30 cm und über den ganzen Tag verteilt Schneefall. Zeigen sie mir eine Kommune in NRW, die nicht erhebliche Probleme mit der Witterung hatten. Im ganzen Regierungsbezirk Arnsberg fuhren keine öffentlichen Verkehrsmittel mehr. Klar tut mir das auch Leid und wir müssen uns nicht über Extremwetter streiten, aber meiner Meinung nach ist der Winterdienst in den letzten drei Jahren erheblich verbessert worden.
Mängel und Verbesserungen werden immer machbar sein. Aber im Großen und Ganzem hat sich die Lage erheblich verbessert.
14:58
Lieber mündiger Bürger
Sie mussten sicherlich nicht am 24.12.2010 von Witten- Annen nach Herbede laufen, weil ja so gut gestreut wurde und die Bogestra mal wieder ihren Dienst einstellte , 5 Std habe ich gebraucht und war komplett durchnässt..Und das war nicht das erste mal das ich nicht von meiner Arbeit nach Hause gekommen bin. Weil die Stadt ja soooo überascht vom Schnee war. Und der Winter kam auch so überraschend.
10:07
Meiner Meinung war doch im letzten Winter genügend Salz vorhanden.
Da sind andere Städte schlechter gestellt gewesen, wie z.B. Unna oder Dortmund etc.
Was haben wir denn vor zwanzig Jahren gemacht? Da waren die Winter erheblich intensiver und dauerten auch länger an. Der deutsche Bürger sollte auch ein wenig Eigeninitiative leisten und nicht gleich auf die Kommune, Stadt oder den Staat schimpfen.
Ich bin der Meinung, dass die Jungs vom Betriebsamt einen guten Job gemachten haben
08:23
Aber hallo, dann hat man vielleicht auch mal eine Prise Salz über für die Brücke, die die Bahnlinie am Erlenweg überquert ??
Und wenn man jetzt noch den richtigen Umgang mit Schneepflügen lernen würde, wäre doch schon mal richtig was gewonnen ...
08:13
Ach Else, es wurde nichtnicht gestreut, es wurde beim ersten Ansatz von Schnee gleich alles auf die Straße geschüttet und als dann der richtige Schnee(für mich kein Grund zu streuen) und die Glätte kam war kein Salz mehr da. Man hat ja Angst, dass wenn das fevügare Salz nicht verbraucht wird im nächsten Winter weniger bekommt.
Ich hoffe, dass nur dann und dort gestreut wird wo es notwendig ist und nicht bei klirrender Kälte und leichtem Schneefall - da wird das Streugut mal gleich von den Fahrtwinden in den Straßengraben geweht - wie im letzten Jahr geschehen.
Hoffen wir auf die Lernfähigkeit der Verantwortlichen.
21:19
Wie jedes Jahr.Und wenn es wieder Winter ist wird nichts gestreut.