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Ruhrgymnasium und AMG im 1Live-Schulduell

15.02.2008 | 19:42 Uhr

Vorsagen erlaubt!

Wild laufen die Schüler durcheinander. Hysterisch rufen einige „Rugby, Rugby”. Mit Verzögerung tritt auch das Mädchen mit dem „R” um den Hals nach vorne. Schnell noch das „K” gegen ein „G” ausgetauscht und die Frage nach der Sportart ist beantwortet. Ein Pfiff. Jubel. „Das ist richtig”, ruft Moderator Matthias Kohl. Das„1Live-Schulduell” machte gestern Halt in Witten. 60 Abiturienten des Ruhr- und Albert-Martmöller-Gymnasiums versuchten sich bei dem etwas anderen Quiz des WDR-Jugendsenders. Die Schüler müssen jeweils fünf Fragen in möglichst kurzer Zeit beantworten. Das Lösungswort sind sie selbst: 30 Jugendliche verwandeln sich in das Alphabet, die Umlaute und das ß. Als Preis lockt ein exklusives Konzert der Band „Culcha Candela”. Die Berliner landeten mit „Hamma” den Sommerhit 07. Beide Wittener Teams hatten sich vorbereitet. „Wir haben einmal in der Freistunde geübt”, sagt Sophie Fischer. Die 19-Jährige hatte das Ruhr-Gymnasium beim Wettbewerb angemeldet. Weil alle Buchstaben nur einmal vergeben sind, können sie im Lösungswort auch nur einmal vorkommen. Ein wichtiger Tipp. Die Abiturienten haben daher auch das Wort „Heizölrückstoßabdämpfung” mit 24 verschiedenen Buchstaben geübt. Genützt hat es den Gymnasiaten leider wenig. Sie stolpern über ihre dritte Frage. „Nennt den Nachnamen eines ehemaligen oder aktuellen NRW-Ministerpräsidenten”, fordert Moderator Matthias. Plötzlich fehlt es an Koordination. Dabei hatten die Schüler vorher extra Experten ausgewählt, die die Lösung laut verkünden sollten. Die Ruhr-Gymnasiasten versuchen „Rüttgers” zu buchstabieren und scheitern. Denn: Zweimal „T”, zweimal „R”. Wäre ihnen doch nur Rau eingefallen meint Schulleiterin Dorothea Eckardt. Dass die Schüler mit Politikfragen aber eigentlich keine Schwierigkeiten haben, beweisen sie bei der letzten Aufgabe. Den zweiten Vornamen von US-Präsident Bush, Walker, buchstabieren sie richtig. Am Ende lautet ihr Ergebnis: Vier richtige Antworten in einer Minute und zwei Sekunden. Johanna Negowski, das „ß”, ist schon ein wenig traurig. Aber jetzt gönnt sie dem AMG den Sieg. „Dann gehe ich rüber, wenn Culcha Candela dort auftreten”, lacht sie. Und am anderen Gymnasium läuft es tatsächlich etwas besser. Sogar den Namen der Tochter von Tom Cruise – „Suri” – kennen sie und können ihn auch richtig schreiben. „Die letzte Frage kommt aus dem Bereich Erdkunde”, kündigt der Moderator an. Die Abiturienten wirken nervös. „Nennt einen amerikanischen Bundesstaat”. Schnell sprinten die Schüler mit „I”, „O”, „W” und „A” nach vorn. Richtig! Die Abiturienten beantworten alle fünf Fragen korrekt, brauchen allerdings etwas länger. Eine Minute und neun Sekunden zeigt die große Stoppuhr an. Weiter kommen sie damit nicht. „Wir waren ein bisschen zu langsam”, räumt Initiatorin Maren Boden ein, „Aber alle waren mit Euphorie dabei!”

Katharina Bons

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