Ruhrbühne eröffnet zweite Spielstätte in Witten

Mit der frechen Oper „La Serva Padrona –  Die Magd als Herrin“ eröffnet die Ruhrbühne am 20. Juni ihre zweite Spielstätte.
Mit der frechen Oper „La Serva Padrona – Die Magd als Herrin“ eröffnet die Ruhrbühne am 20. Juni ihre zweite Spielstätte.
Foto: Foto: Ruhrbühne
Was wir bereits wissen
Das neue Studio liegt dem Theatersaal gegenüber. Eröffnung ist am 20. Juni mit einer Liebes-Oper.

Witten..  Am Samstag, den 20. Juni, eröffnet die Ruhrbühne Witten eine zweite Spielstätte im eigenen Haus (Bochumer Straße 10 a). Bei einem Festakt mit anschließender Einweihung der Spielstätte durch die erste Premiere wird Bürgermeisterin Sonja Leidemann feierlich das goldene Band durchschneiden.

Direkt gegenüber dem bekannten Theatersaal liegt die neue Studiobühne. Hier werden in Zukunft Kammerspiele, Lesungen, Liederabende, kleinere Gastspiele und ausgefallene Theaterproduktionen ein neues Zuhause finden.

Die Studiobühne bietet verschiedene Reize, die der Theatersaal nicht bieten kann. Der kleine Raum und die Flexibilität der Bühne innerhalb des Raumes schaffen eine besondere Nähe und Intimität zum Publikum. Diese familiäre Atmosphäre macht den Spielort ideal für Lesungen, Chanson- und Liederabende sowie gefühlvolles Kammerspiel. Je nach Bühnenposition und Bestuhlung finden zwischen 40 und 60 Zuschauer Platz.

Freier Raum für Kreativität und gewagte Themen

Außerdem bietet die Bühne als zusätzliche Spielstätte die Möglichkeit, den Spielplan der Ruhrbühne um ausgefallene Stücke und Genres für ein kleines, interessiertes Publikum zu erweitern, ohne auf die altbewehrten Boulevardstücke für die gute Unterhaltung zu verzichten, für die das treue Publikum den Verein liebt und schätzt. Durch die neue Studiobühne haben Vereinsmitglieder die Möglichkeit, sich auszuprobieren, Neues zu wagen, ihrer Kreativität freien Raum zu lassen oder auch mal gewagte Themen anzusprechen.

Gleich die erste Produktion ist ein solches Experiment. Mit „La Serva Padrona – Die Magd als Herrin“ präsentiert das Ensemble eine komische Barock-Oper, die streng genommen gar keine Oper, sondern nur eine Pausenmusik für eine große, seriöse Oper war; ein Intermezzo.

Die nette kleine „Liebesgeschichte“ um eine Dienstmagd, die ihrem Herrn auf der Nase rumtanzt und durch List und Verstand zu seiner Gattin und damit zur Hausherrin wird, war zu ihrer Entstehungszeit ein riesiger Erfolg. Doch obwohl das Stück musik- und kulturhistorisch von Bedeutung ist und außerdem eine charmante und eingängige Musik besitzt, wird es heute nur selten gespielt.