Rotes Kreuz schenkt Wittenern einen ein

Rotkreuz-Gründer Henry Dunant († 1910) hatte am 8. Mai 1828 in Genf das Licht der Welt erblickt. Zu seinen Ehren gab das DRK Witten an seinem 187. Geburtstag einen aus.

„Kein kalter Kaffee“ stand auf den Pappbechern, in denen 30 ehrenamtliche und hauptamtliche Rotkreuzler überraschten Wittenern am Freitagmorgen auf dem Weg zur Schule, zur Uni oder zur Arbeit am Rathausplatz, am Busbahnhof, in der Annenstraße und auf dem Platz an der Schmiede in Herbede einen – selbstverständlich heißen – Kaffee reichten. Bei der Gründung des Internationalen Roten Kreuzes wie auch des Roten Halbmondes war es zunächst um die Versorgung von Kriegsverwundeten gegangen. Inzwischen bezeichnet sich das Rote Kreuz als größte Freiwilligenorganisation der Welt, die auf vielen Feldern hilft. Dafür wollten die DRK-Verbände in Westfalen-Lippe ein bisschen die Werbetrommel rühren.

DRK-Urgestein Manfred Katzmarzik (69) zum Beispiel ist seit 51 Jahren dabei. Früher passte er mit Sani-Tasche bei Fußballspielen oder beim Ringen in Witten auf. Heute hilft der pensionierte Altenpfleger weiter mit, wo er gebraucht wird – beim Blutspendedienst, beim Suchdienst oder in der Erste-Hilfe-Ausbildung. Oder er schenkt eben Kaffee aus – am Freitag gemeinsam mit Doris Esser (47), die Kindergartenkinder und Grundschüler in die Erste Hilfe einführt, Ulrike Liebing (57) vom Suchdienst und Jugendgruppenleiterin Celine Claaßen (17).

Das DRK Witten fand an den vier Einsatzstellen erfreute Abnehmer für mehr als 200 Liter heißen Kaffee – besonders dankbare am ZOB, wo manche an eine „Entschädigung“ für den Bahnstreik glaubten.