Rotarier würdigen Jugendfeuerwehr aus Witten

Beim Neujahrsempfang waren die Jungen und Mädchen der Jugendfeuerwehr die Ehrengäste der Rotarier und wurden im Audimax der Universität für ihr Engagement geehrt. Derzeit gibt es 160 Nachwuchskräfte bei der Freiwilligen Feuerwehr in Witten, 35 von ihnen sind Mädchen.
Beim Neujahrsempfang waren die Jungen und Mädchen der Jugendfeuerwehr die Ehrengäste der Rotarier und wurden im Audimax der Universität für ihr Engagement geehrt. Derzeit gibt es 160 Nachwuchskräfte bei der Freiwilligen Feuerwehr in Witten, 35 von ihnen sind Mädchen.
Foto: Barbara Zabka
Was wir bereits wissen
Der Rotary Club Witten-Ruhr überreicht dem Nachwuchs der Brandbekämpfer jetzt auf seinem Neujahrsempfang den Rotary-Preis und 3000 Euro.

Witten..  Katastrophenhilfe, Umweltschutz und natürlich Feuerlöschen – das Aufgabenfeld der Feuerwehr ist breit, der Bedarf an zukünftigen Feuerwehrleuten groß. Die Wittener Jugendfeuerwehr führt schon seit 1982 Kinder und Jugendliche an die Brandbekämpfung heran. Gestern belohnte der Rotary Club Witten-Ruhr die Arbeit der vielen ehrenamtlichen Betreuer mit einer Spende über 3000 Euro.

„Das ist eine Investition in die Gesellschaft“, erklärt Dr. Michael Koch die Entscheidung für die Feuerwehr als Spendenempfänger. Der 68-Jährige ist der künftige Clubpräsident und war für die Entscheidung mitverantwortlich. Alle Jahre wieder lädt der Service-Club zu seinem Neujahrsempfang. In vornehmen Rahmen förderten die Rotarier in diesem Jahr schon zum elften Mal ein soziales Projekt. „Die 3000 Euro gehen dabei immer an Gruppen, die weniger in der Öffentlichkeit auftauchen“, erklärt der Internist.

Rotarier-Preis soll motivieren

In den letzten Jahren waren das zum Beispiel Bethel, die Burgfreunde der Ruine Hardenstein oder die Ruhrbühne – und dieses Jahr die Wittener Jugendfeuerwehr. „Wir fühlen uns durch diese Auszeichnung in unserer Arbeit bestärkt“, sagte Mario Rosenkranz, stellvertretender Leiter der Wittener Berufsfeuerwehr, der die Auszeichnung mit in Empfang nahm.

Ein solcher Preis soll motivieren – und das vor allem die vielen ehrenamtlichen Helfer im Kreis der Jugendfeuerwehr. „Die Begeisterung der Kinder geht schließlich von den Betreuern aus“, sagt Michael Koch. Insgesamt zählt die Wittener Jugendfeuerwehr 160 zehn bis 18-Jährige – sie werden vor allem von Ehrenamtlern betreut. Das bedeutet eine Menge Aufwand: „Wir haben mittlerweile neun Jugendfeuerwehrgruppen, die zehnte kommt bald dazu. Die Gruppen treffen sich zwei Mal im Monat“, so der 48-jährige Rosenkranz. Die derzeit neun Jugendgruppen soll demnächst durch eine in Annen ergänzt werden. „Dann gibt es in jedem Stadtteil eine Jugendeinheit “, freut sich Rosenkranz.

In der Nachwuchsgruppe werden die Kinder mit Spaß an die Brandbekämpfung herangeführt. Auf dem Programm stehen neben Übungen am Schlauch auch gruppenstärkende Aktivitäten wie Klettern oder Ausflüge – aber auch disziplinfördernde Aufgaben gehören dazu. „Neben Spaß kann man bei der Jugendfeuerwehr vor allem viele Freunde finden“, wirbt Rosenkranz.

Wichtige Nachwuchsschmiede

Wie wichtig die Nachwuchsschmiede für die Wittener Lebensretter ist, überraschte auch Michael Koch: Mittlerweile kommen zwei Drittel der freiwilligen Feuerwehrleute aus den eigenen Jugendgruppen. Die Nachwuchsförderung sei nochmal wichtiger geworden als der Wehrdienst weggefallen sei, weiß der Bommeraner Koch. Deshalb werden die Ältesten der Gruppen (die 16- bis 18-Jährigen) auch schon parallel auf mögliche Einsätze vorbereitet.

Was mit der Spende finanziert werden wird, kann Mario Rosenkranz noch gar nicht genau sagen. „Die Jugendfeuerwehr gehört zur Stadt. Ohne unseren Dezernenten Kleinschmidt wäre viel auch gar nicht möglich gewesen.“ Die Spende sei da eine schöne Ergänzung, die man sinnvoll einsetzen werde, so Rosenkranz.