Renoviertes Bethaus wartet auf Gäste

Schmied und Bethausbetreuer Volker Avermann (links) freut sich über den neuen Saal. Ebenso Mareike Bärmann (Stadtmarketing-Beirat, von links), Claudia Krebs (SPD), Klaus Lohmann (Förderer), Frank Krebs (Beirat), Inge Nowack und Andrea Rademann (beide Stadtmarketing) sowie der Eigentümer Fritz Oberste-Frielinghaus mit Tochter Sandra Oberste-Frielinghaus.
Schmied und Bethausbetreuer Volker Avermann (links) freut sich über den neuen Saal. Ebenso Mareike Bärmann (Stadtmarketing-Beirat, von links), Claudia Krebs (SPD), Klaus Lohmann (Förderer), Frank Krebs (Beirat), Inge Nowack und Andrea Rademann (beide Stadtmarketing) sowie der Eigentümer Fritz Oberste-Frielinghaus mit Tochter Sandra Oberste-Frielinghaus.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Neuer Boden, Wandvertäfelung, moderne Technik und Toiletten im Saal. Für 60 000 Euro brachte die Stadt das Herzstück des Muttentals auf Vordermann.

Witten..  Laut schmettert das Steigerlied: „Glück auf, Glück auf!“ Klaus Lohmann hat es freudig angestimmt. Wittens ehemaliger Bürgermeister ist als Förderer des Muttentals ins Bethaus der Bergleute gekommen. Jetzt freut er sich über die abgeschlossene Renovierung des Saals, zusammen mit dem Stadtmarketing, der Eigentümerfamilie und dem Muttentalschmied Volker Avermann, der dort wohnt und unter anderem das Café betreibt.

„Das Bethaus ist das wunderbare Herzstück des Muttentalwegs“, sagt Lohmann, und der neue Raum sei sehr schön geworden. Nach über 40 Jahren ist der Fußboden nun aufbereitet und die hölzernen Wandvertäfelungen sind neu. Das Badezimmer ist modern und hat erstmals zwei Kabinen. Die Tische und Stühle sind ebenso neu und von der Decke hängt zwischen urigen Holzbalken ein Beamer, der auf eine ausfahrbare Leinwand strahlt.

Entstanden ist hier seit Mitte Januar ein Tagungsraum für gut 30 Personen, ausgestattet mit Technik für Laptop, Fernsehen und Musik.

Noch erinnert allerdings wenig daran, dass der Saal einst ein Bethaus für Bergleute war. Einige Metallstatuen zeigen Kumpel und auf der Fensterbank stehen zwei alte Bibeln. Ein gerahmtes Schwarzweißfoto steht dort jedoch ebenfalls: Es zeigt den Wettersteiger Wilhelm Lohmann im Jahre 1892 auf der Zeche Holstein. „Es sieht hier noch etwas nackt aus“, räumt sein Nachfahre Klaus Lohmann ein. „Bald wird es noch etwas bunter.“

Dennoch sind er und Stadtmarketing-Chefin Inge Nowack froh, dass die Arbeiten pünktlich zum Muttentalfest fertig geworden sind. Das Fest steigt am kommenden Sonntag zwischen 11 und 18 Uhr und dann soll auch das neue Bethaus offiziell eingeweiht werden. Anschließend öffnet es mit seiner Snack- und Kaffeetheke für Ausflügler und kann zudem für Tagungen oder private Feiern gemietet werden. Dies wird 75 Euro plus eine Gebühr für die Technik kosten.

Weitere Projekte geplant

Dagegen hat die Renovierung gut 60 000 Euro gekosten und war nur mithilfe von Wittener Vereinen, Unternehmen und Handwerksbetrieben möglich. Jetzt gibt es bereits weitere Pläne fürs Bethaus: Im Erdgeschoss soll eine funktionstüchtige Schmiede entstehen und die Zugänge sollen barriereärmer gestaltet werden. Inge Nowack rechnet dafür mit neuen Kosten von rund 95 000 Euro. Förderanträge bei der RAG-Stiftung und der NRW-Stiftung seien bereits gestellt.