Reges Interesse an Namensvergabe für den Stadtgalerie-Platz

Die Jusos Witten organisieren am 23.05.2015 auf dem Platz vor der Stadtgalerie an der Hammerstraße in Witten eine Abstimmung darüber, wie der Platz zukünftig heißen soll. Szene von links nach rechts: Christina Wieland, Thies (6), Robert und Margot Burges bei der Stimmabgabe.
Die Jusos Witten organisieren am 23.05.2015 auf dem Platz vor der Stadtgalerie an der Hammerstraße in Witten eine Abstimmung darüber, wie der Platz zukünftig heißen soll. Szene von links nach rechts: Christina Wieland, Thies (6), Robert und Margot Burges bei der Stimmabgabe.
Foto: FUNKE Foto Services
Die Jusos bitte zur Abstimmung: Wie soll der Platz vor der Stadtgalerie künftig heißen? Wahlkarten gibt es auch online.

Witten..  „Das ist ja toll – den Namen habe ich selbst vorgeschlagen!“ Volker Hartmann (54), freut sich sichtlich – er gehört zu den vielen Wittener Bürgern, die sich bereits im Vorfeld an der Namenswahl des Platzes vor der Stadtgalerie beteiligt haben. Nun findet er seinen Vorschlag auf der Wahlkarte: Gustav-Haarmann-Platz.

Die Wittener Jusos baten bereits im vorigen Jahr alle Wittener um ihre Namenswünsche. „Die haben wir gesammelt, sortiert und einer Kommission vorgelegt“, erläutert der Juso-Vorsitzende Philipp Raillon (21). Diese Vertreter aus acht Verbänden (etwa Stadtmarketing, Stadtarchiv, Standortgemeinschaft, Kinder- und Jugendparlament) einigten sich auf drei Namen, die nun zur Wahl stehen: Gustav-Haarmann-Platz, Platz der Begegnung und Platz an der alten Post.

Der plakative Stand vor der Stadtgalerie ist gut besucht an diesem Samstag, „manche sind sogar extra wegen der Abstimmung gekommen“, freut sich Raillon. „Die Aktion läuft absolut demokratisch“, sagt er stolz und gibt zu: „Doch einen Namen hätten wir als Jusos nicht ausgesucht.“ Nämlich Gustav Haarmann, der erste Wittener Oberbürgermeister. Haarmann war Mitglied der Nationalliberalen Partei, die als Steigbügelhalter der Nationalsozialisten gilt. Dass der mögliche Namenspatron nicht unumstritten ist, stört Volker Hartmann nicht: „Da muss man die Kirche im Dorf lassen.“

Nach drei Stunden sind 300 Stimmkarten in der Urne. Noch zwei Wahlgänge wird es geben, etwa beim Bürgertag am 7. Juni. Die Karten gibt es auch online unter: www.jusos-witten.de.