Rechtsextreme marschierten in Witten auf
28.08.2010 | 18:38 Uhr 2010-08-28T18:38:00+0200
Witten.In einer mehrstündigen Kundgebung versuchten Rechtsextreme am Samstag, 28. August, ihre Meinung auf dem Rathausplatz zu Gehör zu bringen.
Den rund 70 Teilnehmern der mehrfach von Schauern und Gewitterwolken verfinsterten Kundgebung zum Antikriegstag, die von 16 bis 22 Uhr angemeldet und auch genehmigt worden war, standen etwa 400 Gegendemonstranten aus dem grünen, linken und antifaschistischen Spektrum gegenüber. Christen beteten zeitgleich in der benachbarten Johanniskirche für Frieden und Gerechtigkeit. Das lang anhaltende Glockengeläut der geöffneten Kirche lud im Verlauf der Kundgebung immer wieder zum Abendsegen ein.
Etwa 200 Polizisten, die zum Teil aus Aachen, Köln oder Münster herangezogen worden waren, sorgten dafür, dass sich Auseinandersetzungen auf kleine Rangeleien am Rande beschränkten. Nach einem erneuten Gewitter wurde die Veranstaltung kurz nach 19 Uhr beendet. Die Polizei führte die verbliebenen Teilnehmer durch die Bahnhofstraße zum Hauptbahnhof. Dabei wurden von den Demonstranten unter anderem die sogenannte „Hitlerjugend-Hymne“ abgesungen.
19:33
Ja, was soll das denn?
Im Nachhinein Tatsachen verdrehen und dabei verschweigen, dass man die für heute angekündigte Schwachmatenaktion wegen (leider leider) zu starkem Widerstand der normalen und durchschnittlichen bürgerlichen Bevölkerung feigerweise abgesagt hat?
Ich hätte zu gern gesehen, wie dieser altdeutsche Wanderverein unter der Häme der Wittener Bevölkerung von Bahnhof A zu Bahnhof B getrippelt wäre. Sowas DOOFES sieht man schließlich nicht alle Tage !!!!!!
19:15
Bericht zur Kundgebung in Witten:
Nachdem bereits am Donnerstag eine Mobilisierungskundgebung zum Antikriegstag in Herdecke stattgefunden hat, folgte am heutigen Samstag (28. August) eine Kundgebung der NPD Witten. Der Einladung kamen auch zahlreiche Aktivisten aus Dortmund und der näheren Umgebung nach, so dass sich insgesamt etwa 80 Personen auf dem Rathausplatz in der Wittener Innenstadt versammelten.
Bereits bei der Ankunft am Bahnhof kam es zu Repressionen durch die Polizei, die sich im weiteren Verlaufe des Tages fortsetzten. Nach längerer Wartezeit konnten die nationalen Aktivisten ihren Weg zur Kundgebung antreten, wobei die Gruppe in der Fußgängerzone kurz aufgehalten wurde, nachdem sich die Polizeibeamten über verteilte Flugblätter und das Rufen von Parolen beschwerten. Etwa zeitgleich kam es am Kundgebungsplatz, auf dem bereits der Informationsstand aufgebaut war, zu zwei Eierwürfen durch Gegendemonstranten, wobei beide Werfer anschließend von der Polizei festgenommen wurde
Bei der Kundgebung traten mehrere Redner aus Ahlen, Bochum, Dortmund und Hamm ans Mikrofon, um die Wittener Bürger über die Antikriegstagsdemonstration zu informieren. In den Redebeiträgen wurde ausführlich auf die völkerrechtswidrigen Kriege der USA und ihrer Vasallen eingegangen. Überall auf der Welt sind amerikanische Soldaten in Konflikte verwickelten, bei denen mittlerweile auch die Bundeswehr eingespannt wird, um für fremde Mächte Krieg zu führen. Beispiele für die deutsche Beteiligung sind die angeblich humanitäre Mission in Afghanistan, die längst zu einem offenen Krieg verkommen ist, sowie der Krieg gegen Jugoslawien, der zwischen März und Juni 1999 stattfand. Auch noch 11 Jahre nach Kriegsende sind dort deutsche Soldaten weiterhin stationiert.
Wie in den Vortagen bestand auch in Witten die Möglichkeit, sich am Informationsstand mit Werbematerialien zu versorgen. Im Umfeld der Kundgebung wurden weiterhin Flugblätter verteilt. Nach einer abschließenden Rede fand die Veranstaltung nach über zwei Stunden ihr Ende und die Aktivisten traten ihre Heimreise an, der überwiegend störungsfrei verlief. Trotz des “Christopher Street Days”, der heute in Dortmund statt fand, hielt sich auch die Dortmunder Polizei bei der Rückreise zurück, nachdem es in der Vergangenheit immer wieder Probleme gab, als einzelne, übereifrige Polizeibeamte gewalttätig gegen zurückgereiste Demoteilnehmer vorgingen.
13:42
Hier steht mehr und Neues:
http://www.derwesten.de/staedte/witten/Demokraten-protestieren-gegen-Rechts-id3626717.html
13:41
Hier steht mehr und Neues:
http://www.derwesten.de/staedte/witten/Demokraten-protestieren-gegen-Rechts-id3626717.html
13:17
#21 Axel Echeverria: Weder auf den Webseiten der Juso (ziemlich veraltet), der Grünen Wittens (inaktuell), noch auf denen des Bündnisses gegen Rechts fand ich einen Hinweis auf
die Nazi-Aufläufe in Witten. Kann ja wohl nicht ausschließlich Aufgabe der Lokalpresse sein, die Organisation des Widerstandes zu übernehmen.
13:12
Ich zitiere jetzt einfach mal aus dem blog der Veranstalter dieser Kacke - und wer DA noch immer nicht kapiert hat, wie infam wirklich JEDE Schwachheit genutzt wird, der kapiert wirklich GAR NIX MEHR ....
Zitat:
Auch die Wittener Bürger erhielten am gestrigen Samstag die Möglichkeit, sich über den nationalen Antikriegstag zu informieren. Zu einer Kundgebung auf dem Rathausplatz fanden sich etwa 80 Teilnehmer ein, die den Redebeiträgen mehrere Aktivisten folgten. Nicht zuletzt durch das hohe Polizeiaufgebot konnte die Kundgebung eine hohe Aufmerksamkeit erzielen, so dass auch die Presse ausführlich berichtete.
Und hier noch die Quelle als link:
http://blog.antikriegstag.org/2010/08/29/ruckblick-auf-die-aktionen-in-der-vergangenen-woche/#more-794
12:09
Warum wird nicht veröffentlicht, dass die Autonomen Nationalisten für heute 18h wieder einen Aufmarsch angekündigt haben??? Die Presse ist darüber gestern vom BgR informiert worden!
Was soll das?
11:24
Da krieg ich die Krise das dieser Aufmarsch, mitten in der Innenstadt, statt findet und die Bürger absolut nicht informiert werden, das die Glatzköpfe durch Witten spazieren und halbe Fuzo abgesperrt wird. Aber heute sponsort ihr den Geiern eine Reportage. Nein mir wär es lieber gewesen rechtzeitig über diese veranstaltung informiert zu sein !!!!!!
19:38
Leserbrief für Witten
Thema: Ungewöhnliche Restriktion der Schutzpolizei auf dem Rathausplatz.
Da hatten sich fast Hundert Bürger auf dem Rathausplatz am Samstag eingefunden um dem rechtsextremen (Un)Geist entgegenzutreten. Die J.N. wollte über ihren Antikriegstag informieren.
Da will sich ein junger Wittener Informationen geben lassen und wird von den Betreibern des Standes angegriffen. Mit unangemessener Härte wird der junge Mann abgeführt. Ein Mädchen, dass mit seiner Mutter Zeuge wurde fragte:“ Warum tun die ihm weh? Der andere Mann hat doch angefangen!“ Nun erklären Sie dies mal einem ca. 7.-9. Jährigen Kind!
18:59
Herr Kaesner, man muss den Anlass ja nicht verschweigen, aber nur weil die NPD die Demo für Freiheit und Toleranz - wenn auch ungewollt - imitiert hat, sollte die Überschrift doch berücksichtigen welche Gruppe deutlich in der Überzahl war.