Ratten und Tauben haben sich vermehrt

Tauben bitte nicht füttern: das Ordnungsamt erinnert daran, dass falsch verstandene Tierliebe unangenehme Folgen hat.

Damit ist nicht „nur“ das Bußgeld gemeint, das jemand zahlen muss, der beim Füttern erwischt wird. Burkhard Overkamp vom städtischen Ordnungsamt erklärt: „Futter schmeckt nicht nur den Tauben, die sich bei guter Fütterung übrigens stärker vermehren – es schmeckt auch den Ratten.“ Aktuell liegen dem Ordnungsamt deshalb Beschwerden von Geschäftsleuten der Innenstadt vor. Folge: Die Stadtreinigung muss das Taubenfutter entfernen, und die für die Kanäle verantwortliche Entwässerung Stadt Witten (esw) belegt die Kanalschächte mit Rattenködern. „Einfacher und wirksamer wäre es, wenn das Taubenfüttern einfach aufhören würde“, so Overkamp.

Das Ordnungsamt werde deshalb weiterhin konsequent gegen das Taubenfüttern vorgehen, denn die Bemühungen anderer für ein sauberes Stadtbild würden durch das Tauben- und Rattenfutter wieder zunichte gemacht. Deshalb redet Overkamp Klartext: „Es ist allgemein bekannt, dass das Füttern von verwilderten Haustauben auf Beschluss des Rates seit vielen Jahren in Witten verboten ist. Wer dagegen verstößt, muss zahlen.“ Die Höhe der Geldbuße richtet sich nicht nur nach der verfütterten Menge: „Besonders teuer wird es im Wiederholungsfall, weil das auf Vorsatz und fehlende Einsicht schließen lässt.“

Auskünfte zur Rechtslage erhält man unter 581-3222.