Ratsherr von Pro NRW „distanziert“ sich von Volksverhetzung

Christoph Schmidt (27) sitzt  mit Peggy Hufenbach für die rechtsextreme Partei „Pro NRW“ im Rat.
Christoph Schmidt (27) sitzt mit Peggy Hufenbach für die rechtsextreme Partei „Pro NRW“ im Rat.
Foto: Archiv
Was wir bereits wissen
Ratsherr Christoph Schmidt (Pro NRW) will „berechtigten Protest“ gegen Migration zulassen, „distanziert“ sich aber von volksverhetzenden Kommentaren.

Witten..  Der Ratsherr der rechtsextremen Partei „Pro NRW“ weist den Vorwurf zurück, in einer von ihm betreuten geschlossenen Facebookgruppe volksverhetzende Kommentare zumindest gebilligt zu haben.

Die widerlichsten Kommentare stammten von „auswärtigen Provokateuren“

„Ich distanziere mich davon auf das Schärfste“, sagt der 27-Jährige. Er habe die Gruppe weder gegründet noch deren Entwicklung verfolgt. Erst als sich zwei andere „Administratoren“ zurückgezogen hätten,. sei er alleinverantwortlich gewesen.

Einen Nutzer, der einen Kommentar postete, in dem er Flüchtlingen die Gaskammer wünschte, habe er aufgefordert, dies zu löschen. Schmidt spricht „überwiegend von auswärtigen Provokateuren“. So komme der Nutzer, der die Vergasung empfahl, aus Leipzig. Sollte die Gruppe weiterhin so aus dem Ruder laufen, werde er sie höchstwahrscheinlich löschen müssen.

Foto mit Reichskriegsflagge an KZ-Außenstelle sei wohl eine Montage

Bei dem Foto, das ihn angeblich mit Reichskriegsflagge als Jungen Nationaldemokraten (die Jugendorganisation der NPD, Anm.d.Red.) vor der KZ-Außenstelle in Annen zeige, handele es sich vermutlich um eine Montage, die eine Antifagruppe 2008 ins Internet gestellt habe.