Radfahrer noch besser schützen

Zum Auftakt der Serie „Mein Rad-Revier“ hat die Lokalredaktion Witten Susanne Rühl gebeten, die Problemstellen beim Radverkehr in Witten zu bennenen. Die Wittenerin (57) ist Vorsitzende des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) im Ennepe-Ruhr-Kreis. Wo sieht sie den größten Handlungsbedarf?


1 An stark befahrenen Straßen durch (weitere) Radstreifen oder Angebotsstreifen Schutz schaffen: Pferdebachstraße, untere Ruhrstraße, Dortmunder Straße, Wittener Straße, Annenstraße, Sprockhöveler Straße, Husemannstraße.

2 Straßenoberflächen sanieren: Herbeder Straße bei DEW (Kopfsteinpflaster), Pferdebachstraße (Flickenteppich).

3 Radwegeoberflächen sanieren. Ganz obenan: Herbeder Straße entlang der Ruhr.

4 Lückenschluss: Die Lücken zwischen Stadtteilen müssen geschlossen werden – vor allem die zwischen Innenstadt und Heven.

5 Lückenschluss zwischen Radwegstücken an befahrenen Straßen: Ortsausgang Stockum, Richt. Dortmund (70 km/h erlaubt).

6 Wegsperren am besten weglassen, sie erhöhen die Unfallgefahr! Wo sie unbedingt nötig sind, sollen sie schräg und mit ausreichendem Abstand zueinander und zur Straße eingebaut werden.

7 Auf- und Abfahrten zu ehemaligen benutzungspflichtigen Bordstein-Radwegen müssen ummarkiert werden, um Missverständnisse mit Autofahrern zu vermeiden.

8 Radwege dürfen nicht einfach im Nichts enden. Beispiel: Hörder Straße in Richtung Stockum, ab Borgäcker.

9 Unklare Verkehrsführungen: Radfahrer wollen in Fahrt bleiben. Beispiel: Husemannstraße Richtung Ardeystraße (Bürgersteigschwenk erlaubt, aber nicht Pflicht).

10 Fehlende, unbrauchbare, unzureichende Abstellanlagen – an Schulen, Hauptbahnhof.